Dezember 1, 2020

Von der Stasi-Putzfrau bis zur Fahrt im goldenen Mercedes – der Schach spielende Spion Heinrich Burger

Pressesprecher der SPD, Journalist, verheiratet, eine Tochter. Klubmeister bei Lasker-Steglitz und Bundesligaspieler. Als die Mitglieder des Berliner Schachverbands im April 1974 aus ihrem Mitteilungsblatt erfuhren, dass sie nun einen neuen Vorsitzenden haben, deutete nichts darauf hin, dass dieser sein Amt bald würde abgeben müssen, weil er unter Spionageverdacht im Gefängnis sitzt.

Wie 1968 aus dem jungen West-Berliner Reporter Heinrich Burger der Stasi-Kundschafter Heinrich Burger wurde, haben wir unlängst erfahren:

Deckname „Eisenstein“: Der Spion, der Schach liebte

Im heutigen zweiten Teil unseres Gesprächs mit Heinrich Burger beleuchten wir seine Agententätigkeit – und seine Liebe zu unserem Spiel, die sogar einen gestandenen Großmeister wie Lubomir Kavalek veranlasste, sich gewissenhaft auf seine Bundesligapartie gegen Heinrich Burger vorzubereiten. Dessen Lust auf Wettkampf erlosch auch hinter Gittern nicht, im Gegenteil. Aus dem Gefängnis heraus wurde Heinrich Burger Deutscher Vizemeister im Fernschach.

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