Mai 19, 2022

Schachklassiker: Steinitz-Zukertort-Weltmeisterschaft 1886

Mit seinem überzeugenden Sieg gegen Adolf Anderssen im Jahr 1858 hatte sich Paul Morphy als der stärkste Spieler der Mitte des 18. Jahrhunderts erwiesen. Die Schachwelt hatte jedoch noch

Steinitz
Zukertort

nie einen offiziellen Weltmeister. Das änderte sich 1886.(siehe auch Wikipedia)

Zu dieser Zeit konnte Wilhelm Steinitz aus Prag, Böhmen (heute Tschechische Republik) den stärksten Anspruch auf den inoffiziellen Weltmeister erheben. Er hatte Anderssen, Blackburne und Zukertort in Partien geschlagen, nachdem Morphy in die USA zurückgekehrt war und sich vom königlichen Spiel verabschiedet.

Steinitz, der 1883 in die USA ausgewandert war, konnte seinen Gegner davon überzeugen, ein offizielles Weltmeisterschafts-Match in seinem neuen Land zu bestreiten. Der Gewinner wäre der, der 10 Spiele gewinnt.

Johannes Zukertort stammte aus Lublin, Russisches Reich (heute Polen), wurde jedoch 1878 eingebürgerter Staatsbürger des Vereinigten Königreichs. Er war Soldat, Musiker, Linguist, Journalist und politischer Aktivist und starb leider mit 45 Jahren.

Das Spiel fand in New York (Spiele 1-5), St. Louis (Spiele 6-9) und New Orleans (Spiele 10-20) statt. Steinitz wurde am 29. März 1886 der erste offizielle Weltmeister, als er Spiel 20 gewann.

Zeichnungen: Frank Stiefel

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