Viswanathan Anand

In St. Louis ist heute ein freier Tag. Ein Tag auch zum Nachdenken. Nachdenken über das was sich in derartigen Turnieren seit Jahren abspielt. Die vielen Remisen tragen nicht gerade dazu bei mit Begeisterung die Partien zu verfolgen. Den Zuschauer interessiert kein perfektes Spiel, er liebt Hauen und Stechen. Es muss rund gehen. Was man sieht ist ein Hin- und Hergechiebe. Nur nicht verlieren. Es sind fast immer die gleichen Spieler, die natürlich die Spielweise des Anderen kennen.

Ein Beispiel für extreme Langeweile sind die ersten drei Runden beim Sinquefield Cup 2019 in St. Louis. Bis auf die Partie Nepomniachtchi gegen Anand 0-1, gingen alle anderen Partien remis aus. 18 Partien insgesamt und nur eine Gewinnpartie. Das reißt den Zuschauer, der die Partien live verfolgt, nicht vom Hocker.

Ich kann allerdings nur für mich sprechen. Die Feinschmecker unter den Schach-Experten sehen das möglicher Weise anders. Die Spitzenspieler streben nach Perfektion. Das hat aber den Nachteil dass die meisten Partien remis ausgehen.

Ding Liren gegen Anish Giri

Wieder zurück nach St. Louis. In der 4. Runde hatte Caruana ein Einsehen und besiegte Aronian und zog mit Anand, der in der ersten Runde gewann, gleich. Inzwischen sind es 24 Partien mit 2 Gewinnpartien. In der gestern gespielten 5. Runde gab es gleich 2 Gewinnpartien. Man könnte auch sagen dass sich die Gewinnpartien pro Runde verdoppelt haben. Das einzig interessante an der 5. Runde war das putzige Patt in der Partie Carlsen gegen Karjakin.

Die Spieler freuten sich über ihre clevere Pattsituation

Turnierseite

Sinquefield Cup 2019: Round 5

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2 Antworten

  1. M. Wehrstedt sagt:

    Caruana hatte ein Einsehen und kein Nachsehen….

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