April 13, 2024

Das ist einerseits einfach und andererseits schwierig: Klaus Darga wird bei der FIDE als inaktiv geführt – seine letzte gewertete Partie liegt 25 Jahre zurück. Unter rein schachlichen Gesichtspunkten könnte man die Laudatio zu seinem 80. Geburtstag 1:1 nachdrucken.

Wie kann eine Annäherung funktionieren, wenn man den zu Ehrenden nicht persönlich kennt? Eine Möglichkeit ist, was es sonst noch in der Presse gibt. Dr. Pfleger, der im letzten Jahr seinen 80. Geburtstag feierte, ehrte am 24. Januar in seiner Schachspalte im Zeit Magazin Hans-Joachim Hecht anlässlich seines 85 Geburtstags, der am 29. Januar statt fand und kündigte Klaus Dargas 90. auf den 24. Februar an. Bei Chessbase gibt es dazu einen ausführlicheren Bericht von André Schulz mit Bildern.

Des Weiteren kann man Datenbanken und Ergebnisdienste durchforsten und so heraus finden, dass er – bei insgesamt drei Teilnahmen – zweimaliger Deutscher Meister war: Darga gewann 1955 in Franfurt Höchst und 1961 in Bad Pyrmont.

Eines meiner ersten Schachbücher waren die Entscheidungspartien von Ludek Pachman. Inhaltlich erstreckte es sich vom Turnier in Baden-Baden 1870 bis zum Kandidatenturnier 1971. Im Kapitel über das 2. Capablanca Memorial von 1963 spielten neben den drei sowjetischen Großmeistern Tal, Kortschnoi und Geller – das Wort Super-GM war noch nicht erfunden – noch weitere acht Großmeister mit. Damals gab es so um die 60 Großmeister, die sich fast alle noch persönlich kannten. Ihre Anzahl der stieg weltweit von 23 im Jahr 1950 auf 88 im Jahr 1972.

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