Dezember 1, 2020

Wie Schachspieler den Lockdown meistern

Der Corona-Virus bzw. Covid-19 hat das Leben in nie gekannter Weise verändert. Im Frühjahr führte der Lockdown in vielen Ländern zu großen Einschränkungen der sozialen Kontakte und der eigenen Bewegungsfreiheit, wobei die Menschen in Deutschland im Vergleich zu Spanien oder Frankreich keineswegs „eingesperrt“ waren. Spaziergänge und Lebensmitteleinkäufe waren gestattet. Weil auch Schulen und Kindergärten lange Zeit geschlossen blieben, warnten Psychologen vor Panik, Angstzuständen und Depressionen bei Kindern und bei Erwachsenen. Nun erleben die Menschen in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, erneut einen Lockdown, Vereinstraining, Wettkämpfe und Vereinsfeiern müssen abgesagt werden. Theater, Kinos, Restaurants, Bars bleiben geschlossen. So mancher sorgt sich um seinen Job und die beruflichen Perspektiven. Wie kommen Schachspieler mit den durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen klar? Laut einer internationalen Studie 1, bei der Forscher aus Spanien und Kolumbien 450 Schachspieler aus der ganzen Welt unter die Lupe nahmen, können sich die Schachspieler gut mit den Einschränkungen im Alltag arrangieren, ohne dass sie dies als übermäßigen Stress wahrnehmen.

Die Zeitschrift “The Physician” veröffentlichte einen lesenswerten Artikel zur Geschichte der Pandemie, beginnend in der Antike bis zur Gegenwart “A History of pandemics over the ages and the human cost”  (9 Seiten)

Schach ist in erster Linie ein individueller Sport, der mit geistigem, emotionalem und körperlichem Stress verbunden ist. Die Forschergruppe aus Spanien und Kolumbien untersuchte, wie sich die Einschränkungen im täglichen Leben infolge der Corona-Pandemie auf das Verhalten der Schachspieler auswirkte. Die im Sitzen verbrachte Zeit während der beruflichen Tätigkeit und in der Freizeit stieg an, körperliche Aktivitäten fanden nicht mehr im gewohnten Umfang statt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Schachspieler während des Lockdowns körperlich weniger aktiv waren und sich mehr dem Schachtraining widmeten. Die körperliche Inaktivität bezeichnen die Autoren als besorgniserregend. Schon 2009 mahnten Wissenschaftler 2 an, dass die Schachspieler mehr auf ihre körperliche Fitness achten sollen. 

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