Mai 27, 2024

Serbia Masters 2023

Wie ich bereits in meinem Bericht zur deutschen Blitzmeisterschaft der Frauen erwähnt habe, hatte ich keine lange Pause. Bereits am Morgen nach dem Turnier ging es um 5:30 Uhr aus Viernheim los, sodass ich um 9 Uhr meinen Flieger von Stuttgart nach Belgrad nehmen konnte. Da am Stuttgarter Bahnhof nach wie vor gebaut wird (hieß das Projekt nicht Stuttgart 21? Meinen sie damit 2121?), und mein Zug natürlich Verspätung hatte, war ich am frühen Morgen zu einer kleinen Sporteinheit gezwungen. Nach einem kurzen Dauerlauf vom Bahnhof zur S-Bahnstation gelang es mir aber, die S-Bahn pünktlich zu erreichen und somit auch meinen Flieger. Der Flug nach Belgrad war entspannt und ich hatte mir vorher bereits ein Taxi zum Flughafen gebucht. So erreichte ich gegen 12 Uhr mein Hotel und hoffte noch ein paar Stunden Schlaf vor der ersten Runde nachholen zu können. Leider durfte ich erst ab 14 Uhr einchecken und so suchte ich mir ein Restaurant, aß eine Kleinigkeit und verweilte dort bis zum Check-In.
Um 16 Uhr startete dann die erste Runde und mir saß direkt ein sehr starker Gegner gegenüber, der junge Inder Raunak Sadhwani. Im Mittelspiel konnte er kleine Vorteile erzielen, allerdings hielt ich gut dagegen und so war die Stellung nach dem 40. Zug völlig unklar. Wie üblich nach der Zeitkontrolle entschied ich mich, eine Runde herumzulaufen, um etwas runterzukommen und dann in Ruhe über die Stellung nachzudenken. Als ich wieder ans Brett kam, ereilte mich jedoch ein Schock – auf meiner Uhr waren nur noch 14 Minuten. Daher kleine Notiz an mich – Ausschreibung lesen ist immer von Vorteil, dann weiß man auch vor der Partie, dass es statt der üblichen 30 Minuten nur 15 Minuten nach Zug 40 gibt.
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