Februar 24, 2024

Das DSOL-Finale: Der Pott muss her!

You can win if you want,
if you want it you will win

Modern Talking

Wie ein verheißungsvolles Frühlingslüftchen begleitete uns die Deutsche Schach-Online-Liga 2023 durch die letzten Monate. Februar, März, April, dann Mai, Juni und jetzt Juli – viele Vereine hatten in fünf Ligen ihre Schachhüte in den Ring geworfen und rangen mit je 32 anderen Mannschaften in sieben spannenden Vorrundenspielen. Nur sehr wenigen gelang der große Sprung ins Viertel-, ins Halb- oder in das endgültige Finale. Und da sind wir nun!

Es war wieder schön, landauf landab, Ost, West, Süd, Nord und Mitte, jung, alt, Mann, Frau, Meister oder Noch-Nicht-So-Ganz-Meister – alle waren dabei.

Und so sagen wir fix noch einmal ganz groß D.A.N.K.E. an den Schachbund, an die Hamburger Crew von Chessbase, an die Schiris, die engagierten MannschaftsführerInnen und die gesamte Ligaleitung – ohne die ganze Arbeit hinter den Kulissen würden unsere Bildschirme zwar erwartungsvoll flimmern, aber Ligakämpfe würden wir nicht spielen können. Wo gibt es so etwas sonst schon, außer bei der DSOL?

Vielleicht klingt es kitschig, aber – freuen wir uns, dass wir gemeinsam in diesem Frühjahr mit dabei sein konnten! Gens una sumus.

Und so sahen sie aus, die fünf großen Finalbegegnungen in den fünf großen Ligen, am Freitag, 07.Juli:


Am großen Finaltag: gespanntes Warten im ganzen Land

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Bevor wir zu den fünf Finalbegegnungen kommen, noch eben ein Quiz:

„Der Pott muss her!“ – Wer hat’s gesagt!?

O Boris Spassky

O Kaiser Wilhelm I

O PiperBoy vom Hamelner SV

O Rudi Völler

(Auflösung bei den Spielberichten)

Und hier kommen sie … die fünf Final-Matches


Jetzt wird es ernst

Danke an Udo Hasenberg für die zahlreichen Screenshots vom Finaltag, an dem ich selber schachspielend leider nicht live gucken konnte. Und an Holger Lieske für die per Nacht-Express übermittelten Partien!
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3.Liga: Post SV Neustadt – Hamelner SV
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„Nun spielen wir am 7. Juli das Finale gegen die Schachfreunde aus Neustadt. Michaels Traum lebt noch: „Der Pott muss her“.
Wir werden alles dafür tun ihn endlich mal nach Hameln zu holen.“

Webseite des Hamelner SV

Tjaha, der Pott muss her, und endlich mal nach Hameln! Das Zitat stammt also von Michael Krumschmidt, altbewährte Schachfachkraft in Diensten der Niedersachsen.

Seine Weserbergländer warten ja schon seit einiger Zeit hartnäckig darauf, einmal Hand anlegen zu können an die Online-DSOL-Trophäe. Schon immer mal waren sie im Endspiel, nie aber hat es ganz gereicht.

Und in diesem Jahr … nahm das Drama gegen den Post SV Neustadt erneut seinen Lauf. Hören wir, was Hans-Joachim Spieker auf der Hamelner Webseite berichtet. (Er war am Finaltag nach Neustadt an der Weinstraße Madeira in den Urlaub gereist und hatte sich von dort beim Mannschaftskampf zugeschaltet.)


Im Finale werden keine Geschenke gemacht … eigentlich …

„Doch das Drama spielte sich in Wolfgangs Partie ab. In einer +12 Stellung (sagt die Blechkiste) unterlief ihm ein Mouseslip. Der Turm sollte nach b8 aber irgendwie verließ Wolfgang die Kraft und der Turm kam nur bis b7. Das hatte leider ein Matt auf der falschen Seite zur Folge.

Achim verlor sein Turmendspiel dann auch noch sang- und klanglos. Ist halt nicht seine Zeit morgens um 3.30 Uhr aufzustehen, nach Frankfurt zum Flughafen zu fahren und dann Abends aus Madeira zu spielen. […]

Wir haben 1,5 Punkte verschenkt und einen halben als Geschenk erhalten. Das normale Ergebnis wäre 2:2 gewesen, doch auch dann hätten wir nach der Berliner Wertung verloren. Daher Glückwunsch an unsere Schachfeunde aus Neustadt. Ihr habt verdient gewonnen.“

Mouseslip in der Rattenfängerstadt, das war sicherlich bitter. Wir sehen uns das an.

Und damit also 2,5 : 1,5 für den Post SV Neustadt – ein weiterer Liga-Sieger aus dem Süden in diesem Jahr!

Die weiteren 4 Finalspiele im großen Finalspielbericht bei Chessbase

VeganeSchachkatzen.de