In der 5. Runde des Meisterschaftsturniers in Karlsruhe erlebten die Favoriten Baden-Baden und Viernheim bange Momente, bevor sie sich gegen ihre Gegner durchsetzten und ihren verlustpunktfreien Lauf an der Tabellenspitze fortsetzten. In den weiteren Kämpfen siegte Deizisau gegen Berlin und Solingen gegen Bayern München

Fotos: Michael Zahn

Oldie but Goldie

Noch gut ein Jahr und Michael Adams kann nach seinem 50. Geburtstag bei den Senioren-Weltmeisterschaften starten. Gemäß seiner Spielstärke wäre es aber eine große Überraschung, wenn er sich zu so einer Aktion hinreißen lassen würde. Für die OSG Baden-Baden ist Adams aktuell ein Garant, dass es in Karlsruhe so gut läuft. Der englische Großmeister gewann alle fünf Partien und der Sieg gegen Wouter Spoelman im Kampf gegen Werder Bremen war definitiv der wichtigste, da die “Grün-Weißen” einen starken Tag erwischten und dem hohen Favoriten alles abverlangten.

Michael Adams (links) bezwang Wouter Spoelman

Es dauerte mehr als drei Stunden, bis Baden-Baden nach vier Remis endlich der erste Sieg gelang und es war Adams, der sein Team in Führung brachte. Zwischenzeitlich hing der Gesamterfolg aber am seidenen Faden, denn insbesondere in der Partie zwischen Arkadij Naiditsch und Jan Werle ging es hin und her, bevor der ehemalige deutsche Nationalspieler zum 5:3 erhöhte.

Aachen führte gegen Viernheim

Für den SC Viernheim begann der Kampf gegen den Aachener SV mit einem Schock. Günther Beikert patzte in der Eröffnung gegen Oscar Lemmers und gab schon nach 22 Zügen auf. Danach sah es lange Zeit nach einem knappen Kampf aus, da Aachen an vielen Brettern sehr gut mithielt. Letztendlich zeigte sich, dass die Elo-Zahlen nicht zufällig ermittelt werden. Nach und nach siegten die nominell deutlich überlegenen Spieler des SC Viernheim und es sprang ein viel zu hohes 7:1 für den Favoriten heraus – dieser Kampf verlief wirklich seltsam.

Der Aachener SV hielt gut mit gegen Viernheim

Deizisau kämpft um Platz zwei!

Nach der Niederlage zu Beginn gegen die OSG Baden-Baden gewann Deizisau alle Kämpfe und kann aus eigener Hand den zweiten Platz im Turnier belegen, da in der 6. Runde das Spitzenduell gegen Viernheim auf dem Programm steht. Gegen die SF Berlin tat sich der Favorit aber schwer. Die Partien waren hart umkämpft und nach zwei Remis kam die Erlösung durch Siege von Georg Meier, Dmitrij Kollars und Vincent Keymer. Auf Berliner Seite schlugen Felix Blohberger und Emil Schmidek zurück, doch Matthias Blübaum sorgte für den Gesamterfolg mit 5:3.

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Von admin

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