Juli 24, 2024

STM Blitzschach: GM´s, Herausforderer und Newcomerin

Felix Blohberger gewinnt die Staatsmeisterschaften im Blitzschach mit einem Sieg gegen Florian Schwabeneder im direkten Duell in der Schlussrunde. In der Frauenwertung überrascht Newcomerin Mandukhai Myagmarsuren. Sie holt als Nummer 33 der Setzliste einen neunten Platz in der offenen Klasse und gewinnt den Staatsmeistertitel der Frauen mit einem Punkt Vorsprung.

In der offene Klasse war die Blitzschach Staatsmeisterschaft an Spannung kaum zu überbieten. Die drei Großmeister schlagen sich gegenseitig und sind starkem Druck von Florian Schwabenhofer und Lokalmatador Fabian Platzgummer ausgesetzt, die in den Runden fünf bis zehn von der Tabellenspitze strahlen.

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In der Schlussrunde kommt es zu einem direkten Duell um den Titel. Felix Blohberger trifft mit Weiß auf Florian Schwabeneder. Der Sieger ist Staatsmeister. Im Falle einer Punkteteilung könnte Platzgummer mit einem Sieg dank bester Zweitwertung die beiden aber noch überholen. Die Partie zwischen Blohberger und Schwabeneder steuert im 25. Zug auf ihren Höhepunkt. Nach einem taktischen Schlagabtausch gewinnt Blohberger eine Qualität und den Titel. Silber und Bronze gehen an Dominik Horvath und David Shengelia. Am Ende bleiben alle Medaillen bei den Großmeistern. Schwabeneder fällt hinter Platzgummer auf den fünften Rang zurück.

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In der Frauenwertung verweist die 21-jährige in Wien lebende Newcomerin Mandukhai Myagmarsuren die etablierten Spielerinnen auf die Plätze. Myagmarsuren überzeugt mit taktischer Schlagfertigkeit und bringt in der Schlussrunde sogar Fabian Platzgummer an den Rand einer Niederlage. Ein Remis sichert ihr letztlich den Gewinn des Staatsmeistertitels der Frauen und zudem einen Platz in den Top-10 der offenen Klasse. Barbara Teuschler sichert sich mit zwei Siegen in den Schlussrunden noch die Silbermedaille vor ihrer steirischen Landsfrau Reka Horvath, gegen die sie zuvor im direkten Duell verloren hatte. Auf den Plätzen landen Helene Mira und Chiara Polterauer. Elo-Favoritin Anna-Lena Schnegg und Blitz-Expertin Annika Fröwis gehen diesmal leer aus.

Höchstes Lob verdient die Organisation. Tirols Landespräsidentin Ina Anker sorgt mit ihrem Team für beste Spielbedingungen und viel Aufmerksamkeit in den Tiroler Medien. Hauptschiedsrichter Armin Baumgartner und Gerhard Bertagnolli an den Live-Brettern wickeln den Bitzbewerb im Rekordtempo ab. Die Pausen zwischen den Runden waren nicht zu spüren, die Siegerehrung konnte bereits nach vier Stunden vorgenommen werden.

Die Austragung im Rahmen der Sport Austria Finals sorgte für weitere Präsenz in den Medien. ÖSB-Präsident Michael Stöttinger war live im Sportpass-Studio eingeladen, das Spitzenbrett wurde live gestreamt und zudem hat ein Filmteam von Sportpass vor Ort gedreht. (wk)

Sport Austria Finals, Sportpass, Video-Schach

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