“Das realistische Ziel kann nur Klassenerhalt heißen”

Autor: Georgios Souleidis – Die SG Speyer-Schwegenheim gelang nach einem Jahr Abstinenz der Wiederaufsteig in die Schachbundesliga. Wir sprachen mit dem 2. Vorsitzenden und Mannschaftsführer, Richard Sommer, über die Planungen zur Saison 2019/20.

Schachbundesliga: Die SG Speyer-Schwegenheim schaffte nach einem Jahr Abstinenz souverän den direkten Wiederaufstieg in die Schachbundesliga. Wie laufen die Planungen für das erneute Abenteuer SBL und wie lautet das sportliche Ziel?

Sommer: Ganz so souverän wie es die Tabelle sagt, war der Wiederaufstieg dann doch nicht. Gegen den späteren Absteiger Griesheim und vor allem gegen Eppingen hätten wir Punkte lassen können. Entscheidend war dann wohl, dass wir in den wichtigen Spielen gegen die Nächstplatzierten Emmendingen und Baden-Baden II fast in Bestbesetzung antreten konnten, während die Konkurrenz vermehrt auf Ersatz zurückgreifen musste. An dieser Stelle nochmals Dank an unsere Spitzenspieler, die teilweise eigene Ziele dem Vereinswohl untergeordnet und anderweitige Verpflichtungen abgesagt haben.

Das Konzept für die Schachbundesliga steht, die sportlichen Ziele werden, wie wohl bei jedem anderen Verein in höheren Ligen sportartübergreifend, durch finanzielle Restriktionen bestimmt. Hier sieht es bei uns deutlich schlechter als bei einem großen Teil der Konkurrenz aus. Wenn ich dann noch die Verstärkungen bei der Konkurrenz betrachte – insbesondere zwei 2700er-Spieler bei Mitaufsteiger SV Lingen – so kann das realistische Ziel nur Klassenerhalt heißen.

Antonios Pavlidis | Foto: Georgios Souleidis

Schachbundesliga: Welche Bedeutung hat die SBL für den Verein?

Sommer: Natürlich muss es für jeden Sportverein das Ziel sein, so hoch wie möglich zu spielen. Leider ist es bei der Schachbundesliga oft so, dass es für die Staffelsieger der zweiten Ligen finanziell und/oder logistisch schwierig bis unmöglich ist, diesen Schritt zu wagen. Glücklicherweise gab es im Übergang der Saison 2018/19 zu 2019/20 diesbezüglich keine Probleme. Für uns ist es sowohl sportlich als auch logistisch eine Herausforderung, in der stärksten Liga der Welt anzutreten.

Gerade für unsere international doch wenig renommierten Spieler ist es jedoch zum Teil eine Ehre, gegen Spieler der Weltelite anzutreten. Auch für unsere Spieler der zweiten Mannschaft wird es wieder Einsätze in der Bundesliga geben. Hier hat es der eine oder andere in der Vergangenheit geschafft, einem internationalen Meister oder sogar Großmeister einen halben oder auch ganzen Punkt zu stibitzen. Somit sehen wir die Schachbundesliga einerseits als Arbeit, andererseits aber auch als Belohnung für unsere Spieler.

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