April 16, 2024

2. Frauenbundesliga West: Runde 4 und 5 in Oberhausen, 20. und 21. Januar 2024

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Getreu diesem Motto ging es am Samstag morgen für die kleine Reisegruppe des HSK nach Oberhausen. Krankheitsbedingte Ausfälle sorgten leider dafür, dass wir am Spieltag lediglich noch zu Dritt fuhren. Ein Sieg war somit unmöglich, ein Unentschieden aber machbar. Hochmotiviert fuhren wir nach Oberhausen zu den Runden 4 und 5, in denen der SV Sterkrade-Nord und Mühlheim-Nord auf uns warteten. Das Ziel war klar: so viele Brettpunkte wie möglich, Remisverbot und irgendwie das Unmögliche möglich machen.

Wir wollten kämpfen, und das taten wir auch. Zu verlieren hatten wir schließlich nichts. Und so ging es direkt los gegen Sterkrade-Nord. Die ersten drei Bretter waren kampflos verloren, aber an den Bretter 4-6 war der Kampf in vollem Gange. Bereits nach knapp einer Stunde wurde offensiv nach vorne gespielt. Zuerst machte Alissa den ersten Brettpunkt klar gegen Catalina Hiebsch, gefolgt von mir (Nina) mit einem Sieg gegen Sharlena Brock. Valeriya versucht es auch mit einer Figur weniger, was aber immerhin noch zu einem Remis reichte. Wir verloren sehr knapp mit 2.5-3.5, zeigten aber eine sehr hohe Moral und Teamgeist. Schiedsrichter und Gegner zeigten sich beeindruckt, und natürlich stellte sich auch hier wieder die Frage: was wäre, wenn wir eine mehr gewesen wären… Abends belohnten wir uns mit einem sehr leckeren Abendessen im Hotel, um uns für Sonntag zu stärken.

Quelle: Schachbund
Abendessen im Hotel als Belohnung nach einem äußerst knappen Wettkampf: Nina Stappenbeck, Varlyia Kotyk und Alissa Wartenberg. Foto: Nina Stappenbeck

Genauso motiviert ging es am Sonntag gegen Mühlheim Nord, die ebenfalls mit einer starken Aufstellung warteten. Alissa und Valeriya standen zwischenzeitlich sehr gut, bei mir lief es die ersten 20 Züge ganz gut mit etlichen Chancen, die ich aber nicht verwertete. Und so kam eins zum anderen: Alissa gewann erst eine Qualität, verlor sie dann wieder und dann auch die ganze Partie gegen Agnes Stoer. Valeriya gewann eine nie gefährdete Partie gegen Michaela Hausrath. Ich (Nina) musste mich im Endspiel dann final Helena Neumann beugen. Am Ende stand es somit 5-1 für Mühlheim.

Quelle: Schachbund

Wir haben gekämpft, und beide Mannschaftskämpfe verloren. Aber wir haben an Teamgeist, Moral und Stärke gewonnen. Als Tabellenvierter gehen wir in die Abschlussrunden: am 23. und 24. März zu Hause im Klub gegen die Tabellenersten Hemer und Tabellenzweiten Erfurt.

Quelle: Schachbund

Die „Mannschaftsführung für ein Wochenende“ gebe ich mit einem persönlichen Gedanken hiermit wieder ab: 18 gemeldete Spielerinnen. Termine, die bereits seit Monaten bekannt sind. Und doch finden sich nur 5 Spielerinnen (krankheitsbedingte Ausfälle sind natürlich immer eingeplant) für zwei Tage in Oberhausen, inkl. Fahrt, Übernachtung, Essen. Ich hoffe sehr, dass es zumindest in der Abschlussrunde im HSK im März besser wird! Wir wollen auch das achte Jahr in Folge in der 2. Liga spielen!

Hier geht’s lang! Foto: Nina Stappenbeck

 

Blick in den Spielsaal in Oberhausen. Foto: Nina Stappenbeck