Februar 25, 2024

2. Runde der Team-EM in Budva: die Schweizerinnen überraschen gegen die Ukraine – GM Yannick Pelletier rettet Mini-Sieg gegen die Färöer

Markus Angst In der 2. Runde der Europa-Mannschaftsmeisterschaft im montenegrinischen Budva sorgten die Schweizerinnen für einen ersten Exploit. Sie trotzten den sieben Plätze vor ihnen gestarteten und an drei von vier Brettern stärker besetzten Ukrainerinnen ein 2:2-Unentschieden ab.

Der als Einziger den ganzen Punkt buchende GM Yannick Pelletier rettete den Schweizern den Sieg gegen die Färöer.

Neben Teamleaderin GM Alexandra Kosteniuk, die als Einzige ELO-favorisiert war, buchten auch WIM/FM Lena Georgescu, WGM Ghazal Hakimifard (als Letzte mit einem Endspiel König/Turm gegen König/Turm/Springer) und WIM Sofiia Hryzlova einen halben Punkt.

Matchwinner für die Schweizer beim harterkämpften 2½:1½-Sieg gegen die mit einem IM und drei FM angetretenen und an allen vier Brettern schwächer besetzten Färöer war GM Yannick Pelletier. Der Routinier gewann als Einziger seine Partie, während GM Nico Georgiadis, IM Oliver Kurmann und IM Fabian Bänziger remisierten.

Für ein zweites Ausrufezeichen sorgten die als Nummer 21 gestarteten Österreicher. 24 Stunden nach dem 2:2-Unentschieden gegen Rumänien (2) schlugen sie Norwegen (8) 2½:1½. Wesentlichen Anteil hatte GM Valentin Dragnev mit seinem Remis am ersten Brett gegen den 240 ELO-Punkte mehr aufweisenden Ex-Weltmeister Magnus Carlsen.

Auch in der 2. Runde des Damenturniers gab es eine Überraschung, schlugen doch die als Nummer 9 gestarteten Spanierinnen die topgesetzten Georgierinnen 3:1.

Die Team-EM führt über neun Runden und dauert bis 20. November. Gespielt wird jeweils um 15 Uhr Lokalzeit (keine Zeitdifferenz zur Schweiz). Am 16. November ist Ruhetag.

Herren

1. Runde: Schweiz (Nr. 28) – Holland (9) 1:3 (GM Georgiadis – GM J. van Foreest 0:1, GM Bogner – GM Warmerdam 0:1, GM Pelletier – GM Vrolijk ½:½, IM Kurmann – GM L. van Foreest ½:½). Dänemark (20) – Aserbeidschan (1) 2½:1½. Rumänien (2) – Österreich (21) 2:2. Schweden (22) – Deutschland (3) 1½:2½.

2. Runde: Färöer (36) – Schweiz 1½:2½ (FM Nielsen – Georgiadis ½:½, FM Poulsen – Pelletier 0:1, FM Egilstoft – Kurmann ½:½, IM Rodgaard – IM Bänziger ½:½). Deutschland – Ungarn 2½:1½. Österreich – Norwegen 2½:1½. Albanien – Montenegro ½:3½.

Einzelbilanz der Schweizer: GM Nico Georgiadis ½ Punkt aus 2 Partien, GM Sebastian Bogner 0/1, GM Yannick Pelletier 1½/2, IM Oliver Kurmann 1/2, IM Fabian Bänziger ½/1.

Damen

1. Runde: Schweiz (11) – Island (27) 3½:½ (WIM/FM Georgescu – WIM Prudnykova 1:0, WGM Hakimifard – WGM Ptacnikova 1:0, WIM Hryzlova – Johannsdottir 1:0, WFM Manko – WFM Thorsteinsdottir ½:½). Georgien (1) – Israel (17) 3½:½. Slowenien (18) – Aserbeidschan (2) 1½:2½. Deutschland (3) – Griechenland (19) 2:2.

2. Runde: Ukraine (4) – Schweiz 2:2 (GM Uschenina – GM Kosteniuk ½:½, WGM/IM Buksa – Georgescu ½:½, WGM/IM Gaponenko – Hakimifard ½:½, GM Schukowa – Hryzlova ½:½). Spanien – Georgien 3:1. Aserbeidschan – Holland 2½:1½. Ungarn – Bulgarien 2:2.

Einzelbilanz der Schweizerinnen: GM Alexandra Kosteniuk ½/1, WIM/FM Lena Georgescu 1½/2, WGM Ghazal Hakimifard 1½/2, WIM Sofiia Hryzlova 1½/2, WFM Mariia Manko ½/1).

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