Mädchenschach … Meisterschach

Von Ralf Mulde – Beide Spielerinnen fühlten sich der “normalen”, für sie aber anscheinend eher hinderlichen Deutschen Meisterschaft für junge Frauen entwachsen und spielten (erfolgreich!) bei den jungen Herren, wo sich natürlich aller Augen auf sie richteten.

Jana Schneider

Die umjubelte Überfliegerin Jana Schneider, geb. erst kürzlich: 2002 in Franken, also ebenfalls “Süden”, machte das nun schon zum zweiten Mal. Im April 2017 gewann Schneider als zweitjüngste Spielerin im Alter von nur 14 Jahren die Deutsche Fraueneinzel in Bad Wiessee. Dort siegte sie mit 7,5 Punkten aus 9 vor den Nationalspielerinnen Marta Michna und Zoya Schleining und erfüllte zugleich eine Norm für den WGM-Titel. Großmeisterin … das hätte doch was!

Jana Schneider gewann im Juni 2017 in Niedernhausen das Finale der DSAM (B) (Rtg 1901-2100). Im September 2017 wurde sie Vize-Europameisterin in der U16w. Bei der 22. OIBM am Tegernsee erzielte sie im Oktober/November 2018 ihre zweite WGM-Norm.” [Wikipedia]

Die ebenfalls 2002 geborene südwestdeutsche Annmarie Mütsch wurde 2018 in Porto Carras, in GRE, JugendWELTmeisterin der U16 weiblich. Sie hatte in den Jahren zuvor als noch junges, schüchternes Mädchen in der DSAM sagenhafte Erfolge eingefahren, die ich noch betextet hatte.

Beide Damen scheinen in der “Hamburg-Connection” des DSB keinen Fuß an den Boden zu kriegen; nach all den Dummheiten rund um das Damen-Nationalteam wäre es Mitte 2019 meiner völlig unmaßgeblichen, privaten Meinung hohe Zeit, diese beiden nach vorne zu bringen. Artur Jussupow war trotz großartiger Spielstärke “zu alt”, um ihn für Deutschland spielen zu lassen – diesen beiden sind zu jung? Oder wohnen die beiden einfach in der falschen Gegend?

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