Mai 22, 2024

Das Wichtigste vom Verbandstag in Obersulm-Willsbach

Das Programm für den 17.06. war reichlich voll, pünktlich um 10 Uhr ging es los. Als Gäste und Ehrengäste waren Bürgermeister Björn Steinbach, der Vorsitzende des TSV-Willsbach, Ortsvorsteher und MdL Armin Waldbüßer sowie die DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach anwesend. Aus Baden waren Prof. Dr. Uwe Pfenning und Jürgen Dammann, also der Präsident und der Vizepräsident Finanzen des Badischen Schachverbands angereist. Mit Armin Winkler und Dr. Hans Ellinger waren zwei ehemalige Württembergische Präsidenten vor Ort. Auf diesen Ehrenplätzen hätte auch Armin Platz nehmen dürfen, er zog es vor, seine Expertise als Delegierter einzubringen, was zeigt, wie sehr im „sein“ Verband nach wie vor am Herzen liegt.


Die Ehrengäste: v.l.n.r Dr. Uwe Pfenning, Ingrid Lauterbach, Dr. Hans Ellinger – Jürgen Dammann ist auf dem Bild von der rechten Saalhälfte im Vordergrund ganz rechts zu sehen.


die linke Saalhälfte


die rechte Saalhälfte

Auf dem Podium – in einer Pause – sitzend Robin Lutz (Newsletter), hinten v.l.n.r Moderator Thomas Hartmann, die beiden (Ex-) Präsidenten Armin Winkler und Carsten Karthaus, Bernd Hähnle (Online) sowie der neue Vizepräsident Ottmar Seidler.

Weil beim Thema „Mitgliedsbeiträge“ eine heiße Diskussionsrunde erwartet wurde, setzte Carsten Karthaus den Bezirksleiter Thomas Hartmann als Moderator ein. Auch wenn die Meinungen auseinander gingen, war der gegenseitige Umgang so, dass ein Moderator nicht zwingend nötig gewesen wäre. Trotzdem war es sinnvoll, einen neutralen Conferencier zu haben, der durch die vielen Programmpunkte des Tages führt. Deshalb: DANKE Thomas!

Zunächst folgten zwei Präsentationen zu den Berichten aus dem Präsidium, beginnend mit Julian Maischs Imagefilm flankiert durch M-E-H-R-W-E-R-T. Michael Meier hatte Infos zu den Modulen der Firma nu-Datenautomaten dabei, die unsere eigene Lösung, die auf DeWIS und MIVIS basiert, ablösen soll und dabei erklärt, wie die einzelnen Bereiche getauscht und die Vereine eingebunden werden. Bei den weiteren Berichten gab es keine inhaltlichen Korrekturen, höchstens von der Art, dass der Mitgliederstand von Anfang Januar inzwischen auf Anfang Juni aktualisiert wurde.

Bei den Anträgen ist zwischen normalen und satzungsändernden Anträgen zu unterscheiden. Bei Ersteren genügt eine einfache, Letztere benötigen eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

Als einer der wichtigsten Punkte wurde die Spielordnung für die gemeinsame Baden-Württemberg-Liga vorgezogen, so dass sowohl Baden als auch der DSB anwesend sein konnten. Bis auf eine technische Korrektur für den Fall zweier Absteiger aus der 2. Bundesliga Süd, wurde der Vorschlag unverändert übernommen. Der Aufwand, den die Vertreter beider Seiten betrieben, wurde gelobt und dementsprechend gab es keine Gegenstimmen. Technische Anmerkung: Erst wenn der BSV auf seinem Verbandstag am 08. Juli in Horben ebenfalls zustimmt, ist diese Spielordnung für diese gemeinsame Liga beschlossen.

Der Antrag auf eine weibliche Vizepräsidentin erhielt mit 52 „JA“-Stimmen zwar eine Mehrheit, aber das waren sechs Stimmen zu wenig, um satzungsändernd zu wirken. Im Folgenden wurden alle anderen Anträge angenommen.

Das Präsidium wurde entlastet, die anschließenden Wahlen ergaben 77 von 80 Stimmen für den alten und neuen Präsidenten – wie üblich in geheimer Wahl. Für die drei Positionen der Vizepräsidenten gab es vier Kandidaten. Damit war eine weitere geheime Wahl notwendig. Die höchste Stimmenzahl fiel auf Michael Meier, gefolgt von Yves Mutschelknaus. Für den verstorbenen Claus Seyfried wurde Ottmar Seidler mit 73 Stimmen gewählt. Ebenfalls neu im Präsidium ist Klaus Fuß. Er übernahm den Staffelstab im Verbandsspielausschuss vom nicht mehr antretenden Thomas Wiedman. Die anderen Mitglieder des Präsidiums wurden bestätigt. Die meisten Mitglieder des Erweiterten Präsidiums (EP) ebenfalls. Insgesamt gab es drei Änderungen: Angelika Valkova (Deizisau) und Bernd Kelemen (Hechingen), die bisher kommissarisch das Frauen- bzw. das Ausbildungsreferat übernommen hatten, wurden nun mit Sitz und Stimme ins EP gewählt. Von dem nicht mehr antretenden Marco Prillwitz übernahm Peter Weiß (Pattonville) das IT-Referat. Nach den Referenten folgte der Vorsitzende des Schiedsgerichts, ein Stellvertreter, drei Beisitzer sowie die Schiedsrichterkommission samt fünf Beisitzern. Formal mussten die bereits gewählten Vertreter der Schachjugend Karl Herzig, Andreas Warsitz und Bernd Grill (1. und 2. Vorsitzender bzw. Schulschach) ebenfalls bestätigt werden.

Der mutmaßlich schwierigste Teil, war die Debatte über Beitragserhöhungen. Wie bereits angedeutet, war der Umgang trotz dieses hoch emotionalen Themas stets sachlich und respektvoll. Dies erleichterte das inhaltliche Aufeinander-Zugehen erheblich. Schatzmeister Bastian zog Einmaleffekte von der diesjährigen Unterdeckung ab und erklärte wie stark sich die Erhöhung von einem Euro je Erwachsenem effektiv auswirkt, da wir auch Passive, Jugendliche und passive Jugendliche als Mitglieder haben. Beide Seiten bewegten sich aufeinander zu, am Schluss war die Differenz nicht mehr groß, aber zu einem gemeinsamen Kompromissantrag hat es – leider – nicht gereicht. Also wurde zuerst über den weitergehenden Antrag abgestimmt, der mit 51 Ja bei 23 Nein sowie einer Enthaltung angenommen wurde. Damit sieht die Beitragsentwicklung so aus:

Kategorie

2023

2024

ab 2025

Erwachsene

12,00 €

17,00 €

19,00 €

Passive

6 ,00€

8,50 €

9,50 €

Jugendliche

6,00 €

8,50 €

9,50 €

passive Jugendliche

3,00 €

4,25 €

4,75 €

Hier zwei Bilder der Diskussionsgruppen:

Am Ende fehlte nicht viel zu einem gemeinsamen Antrag.

Ehrenmitglied und Expräsident Armin Winkler hatte zwei Kennziffern in seinem Antrag zur Budgetplanung. Die jeweils kleinere sollte die Limitierung für eine zukünftige Budgetüberschreitung sein. Dieser Antrag wurde ebenso angenommen, wie den, das Internationale Meisterturnier für die kommenden Jahre zu streichen. Hier waren die Ja-, und Nein-Stimmen gut gemischt über Präsidium, Referenten und Delegierte verteilt.

Nachdem alle Anträge abgearbeitet waren ging, es noch um eine neu einzuführende Kinder- und Jugendschutzordnung, wobei wir uns an das entsprechende Dokument aus Baden anlehnen konnten. Dort schon ist schon seit 2015 in eine Jugendschutzordnung in Kraft, die nach Aussage von Uwe Pfenning  leider auch schon angewendet werden musste. Ebenfalls angepasst wurde die Ehrenordnung sowie die Beitragsordnung.

Zu den Ehrungen: Wolfgang Tölg wurde zum Ehrenmitglied ernannt und „Mr. Staufer-Open“ Werni Tannhäuser für sein Lebenswerk mit der Walter-Pungartnik-Medaille geehrt. Eine Ehrennadel in Silber ging an Dennis Bastian. Von den scheidenden Ehrenamtlichen war nur noch Thomas Wiedmann anwesend, der für seine Tätigkeit symbolisch mit einer Flasche Wein belohnt wurde.


Ehrenmitgliedschaft für Wolfgang Tölg


Ehrung fürs Lebenswerk für Werni Tannhäuser


Silberne Ehrennadel für Dennis Bastian


Der Präsident und alle Geehrten


Die Verabschiedung von Thomas Wiedmann als Leiter des Verbandsspielausschusses

Ein ganz herzliches DANKE geht an Herrn Scholz, die vielen Helfer aus Willsbach sowie an die Technik (Willsbach und Pattonville)!
Abschließend bleibt festzuhalten, dass es bisher noch keinen Bewerber für den Verbandstag im Jahr 2025 gibt. Turnusmässig ist der Bezirk Oberschwaben an der Reihe.
p.s. Fun-Fact am Rande: der Badische Präsident hat aktives Spielrecht in Württemberg und sich so im Dähne-Pokal als Badener für die Deutsche Schachpokalmeisterschaft ab 27.07. in Bad Wildungen für Württemberg qualifiziert! Zwar unterlag er im Halbfinale gegen Sören Pürckhauer, aber da dieser verhindert ist, startet er als Nachrücker. Das ist eine prima Steilvorlage, um an dieser Stelle auf Conrad Schormanns Interview zu verweisen.