100 Jahre Stadtrechte für Gladbeck – 100. Geburtstag der Schachgesellschaft Gladbeck. Ein doppeltes Jubiläum war Anlass, die Deutsche Blitzmeisterschaft für Mannschaften in der 75.000-Einwohner-Stadt auszurichten. Die

„Altmeister“ Klaus Bischoff in Einsatz (Foto: Stadt Gladbeck, David Hennig)

Mathias-Jakobs-Stadthalle bot einen idealen Rahmen für die 26 Mannschaften und ihre gut 100 Spielerinnen und Spieler. Um 11:15 Uhr begrüßten der erste Beigeordnete der Stadt, Rainer Weichelt, und der Vorsitzende der Schachgesellschaft Gladbeck, Peter Kruse, die Gäste aus der ganzen Republik.

Der neue Bundesturnierdirektor Gregor Johanngratulierte dem Vorsitzenden des Ausrichters zum Geburtstag, erläuterte noch kurz den Ablauf, erinnerte an die wichtigsten Blitzregeln und dann konnte es losgehen. Elo-Favorit war die nordhessische Mannschaft von Bad Emstal/Wolfhagen, die in den letzten drei Jahren das Turnier gewonnen hatte. Die Emswölfe traten mit 4 GMs und einem Blitz-Elo-Schnitt von 2669 an. Aber auch die SF Deizisau, die mit einem starken jungen Team antraten rechneten sich Siegchancen aus. Weitere Team mit einem Blitz-Elo-Schnitt von über 2400 waren Düsseldorfer SK, SG Solingen, MTV Tostedt, Bayern München, Mülheim Nord, die SF Berlin 1903 und der Hamburger SK.

Das junge Team des Hamburger SK – Rasmus Svane, Jonas Lampert, Luis Engel, Felix Meißner (Foto: Stadt Gladbeck, David Hennig)

Bereits in der ersten Runde tat sich Bad Emstal schwer und konnte den starken MTV Tostedt nur knapp mit 2,5:1,5 besiegen. In der 5. Runde gelang es dem FC Bayern, den Hessen den ersten Punkt abzunehmen. Durch einen Sieg von GM Markus Stangl gegen GM Wladimir Onischuk gab es ein 2:2. Nach dieser Runde lagen Deizisau und Mülheim verlustpunktfrei an der Spitze. Deizisau konnte die weiße Weste bis zur 14. Runde halten und musste sich dann ausgerechnet gegen den schwäbischen Nachbarn Schönaich mit einem 2:2 begnügen. Damit war Emstal dank der höheren Brettpunktzahl wieder auf Platz 1.

Der Düsseldorfer SK blieb mit nur 3 Verlustpunkten in Lauerstellung. In Runde 18 kam es dann zum Topspiel. Bei drei Remis war es GM Martin Krawziw, der durch einen Sieg gegen Dmitrij Kollars den Sieg für Bad Emstal gegen Deizisau sicherstellte. Eine Runde später trennten sich dann die Verfolger Deizisau und Düsseldorf 2:2 und damit war für die SF Bad Emstal/Wolfhagen der Weg frei zum vierten Titelgewinn in Folge. Deizisau rettete trotz einer Niederlage in der Schlussrunde gegen Favoritenschreck Bayern München die Vizemeisterschaft vor dem Düsseldorfer SK. Die beiden übrigen Preisränge belegten MTV Tostedt und die SG Solingen. Alle fünf Teams sind für die Meisterschaft 2020 qualifiziert. Die vier Brettpreise gingen alle an den neuen Deutschen Mannschaftsblitzmeister. Martin Krawziw, Brettmeister am 2. Brett, blieb als einziger der 119 Teilnehmer in allen 25 Runden ungeschlagen.

Endstand:

Beste Brettspieler:

  • Brett 1: GM Alexander Zubow 21,5 Punkte (20+ 3= 2-)
  • Brett 2: GM Martin Krawziw 22,5 Punkte (20+ 5= 0-)
  • Brett 3: GM Wladimir Onischuk 22,0 Punkte (20+ 4= 1-)
  • Brett 4: GM Klementi Sychew 19,5 Punkte (17+ 5= 3-)

 

Resultate

Text: Gregor Johann
Bundesturnierdirektor

Fotogalerie Joachim Eiben

 

 

 

 

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