Juli 18, 2024

Yves Bellinghausen gewinnt German Paralympic Media Award 2023 – ZEIT Artikel über Jarno Scheffner

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor paar Monaten habe ich den Bericht über Jarno Scheffner gelesen und ich war geflasht, total geflasht. Ich wusste sofort, der Artikel ist einmalig, die Story ist perfekt und das Allerbeste: er handelt von Schach.

Ich kenne Jarno schon lange, Patrick Wiebe war damals sein Lehrer. Ich hatte das Vergnügen mit Jarno das zu tun, was er super kann, Schach zu spielen. Er hat mir die Ohren lang gezogen, das macht aber nichts. Er ist ein junger Mann, dem das Schach sehr, sehr gut getan hat.

DANKE an Yves Bellinghausen, Jarno Scheffner, Birgit Scheffner und Patrick Wiebe, ohne die es diesen Preis niemals gegeben hätte! 

 

Hier ist der Gewinnerartikel: https://www.dguv.de/medien/behindertensport/projekte/gpma/2023/nominierte/yves-bellinghausen-die-zeit-und-dann-wird-jarno-scheffner-weltmeister.pdf

ICH HABE DEN ARTIKEL HIER ÜBERNOMMEN UND BEDANKE MICH FÜR DIESE TOLLE AKTION!

https://www.dguv.de/rehasport/projekte/gpma/preisverleihung/verleihung-2023.jsp

Verleihung des German Paralympic Media Award 2023

Die Jury hat aus aus über 100 Einreichungen folgende Nominierte, Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt.

Preisträger
Yves Bellinghausen, Die Zeit:
„Und dann wird Jarno Scheffner Weltmeister“ (PDF, 251 kB)

Die Reportage begleitet einen jungen Mann auf seinem außergewöhnlichen Weg zum Sieg bei den Amateur-Weltmeisterschaften im Schach. Jarno Scheffner hat nie eine reguläre Schule besucht, konnte mit elf noch nicht richtig laufen und sprechen. Er hat einen Schwerbehindertenausweis und einen diagnostizierten IQ von 57. Und er hat eine Mutter, die sich von den Prognosen der Experten nicht beirren ließ. Sie sagt: „Mit Schach fing sein Leben erst an“. Der Beitrag erzählt vom Glauben an sich selbst, macht Mut und gibt Hoffnung. Hoffnung für Menschen, die aufgrund gesundheitlicher und kognitiver Einschränkungen oft am Rand der Gesellschaft stehen und die mit Unterstützung Unglaubliches leisten können.

 
1) Yves Bellinghausen, bitte stellen sie sich kurz vor!
Mein Name ist Yves Bellinghausen, ich bin 29 Jahre alt und arbeite als Journalist. Vor ein paar Jahren habe ich angefangen, über meine private Leidenschaft zu schreiben: Schach. Vor allem für DIE ZEIT. Im April erschien der von mir gehostet Schachpodcast: „Scambit – Schach, Hype und Millionen“. Es ist ein aufwendig produzierter Podcast über den Konflikt zwischen Hans Niemann und Magnus Carlsen. Hier geht es zum Link: https://open.spotify.com/show/18YOrrTOwsr8qgxB9rTtPu?si=XvA3xRY8TjmCFxM9Ov1UYQ

 
2) Durch Zufall kenne ich Jarno seit vielen Jahren. Wie erfuhren sie diese Geschichte?
Ich bin durch den Inklusionsbeauftragten des deutschen Schacbundes auf diese unglaublich Geschichte aufmerksam geworden. Wir haben uns zu einem Hintergrundgespräch verabredet. Dann hat er mir die Nummer von Jarnos Mutter gegeben. Wir haben telefoniert, ich habe die Familie besucht und schließlich habe ich sie mit nach Griechenland begleitet.
 
3) Meinen sie, dass diese Story irgendwann verflilmt wird?

Wer weiß?

 
4) Bitte erzählen sie, wie sie zum Schach kamen?

Meine Mutter hat mir Schach als Kind beigebracht. Richtig viel spielen tue ich aber erst seit ein paar Jahren, als Onlineschach groß geworden ist. Erst auf schacharena.de, jetzt auf lichess.

 
5) Als Journalist sehen sie die Öffenltichkeitarbeit im Schach von außen. Was ist gut, wo ist noch Luft nach oben?

Ich finde, Schach umgibt noch immer eine rätselhafte Aura. Viele Schach-Journalisten sind selbst sehr gute Spieler und setzten bei ihrer Leserschaft zu viel voraus. Das stößt die Breite ab. Ich versuche, alle mitzunehmen. Der Podcast „Scambit – Schach, Hype und Millionen“ richtet sich explizit an alle: Neulinge, wie Profis.

 
6) Ich freue mich sehr, dass es von der ARD einen Schach-Podcast geben wird, den sie gestalten werden! Auf was können wir uns freuen!
Auf vier aufwendig produzierte Folgen über die wahrscheinlich spektakulärste Geschichte des modernen Schachs. „Scambit – Schach, Hype und Millionen“ ist seit April auf Spotify, Apple Podcast und überall, wo es Podcasts gibt.
 
7) Hatten sie einen Lieblingsschachspieler oder -in?

Ich bin ein großer Fan von Michael Tals Spielstil. In den letzten Tagen ist mir die erfrischende Bescheidenheit von Ding Liren aufgefallen. Ich glaube, so ein Weltmeister tut dem Schach gut.