Juni 18, 2024

Quantenphysik und mentale Prozesse – auch im Schach: Methodenüberblick

 

Einstein tauschte mit Bohr und anderen Physikern eine Folge von Argumenten und Erwiderungen aus. „Dabei griff er zu seiner Lieblingstaktik – dem hypothetischen Gedankenexperiment im Labor des Geistes“ (Kumar 2009, S. 321). 

 

Schach & Quantenphysik (S & Q) -Methoden:

Innovative Gedankenexperimente, Introspektion, Schachpartien und Positionen in realistischem Kontext, Neuronale Netze (biologische und künstliche) als Erkenntnishilfen …

Gedankenexperimente

Quantenforscher Heisenberg hält fest: „Oft diskutierte man sogenannte ‚Gedankenexperimente‘. Solche Experimente wurden erdacht, um eine besonders kritische Frage zu beleuchten, unabhängig davon, ob das Experiment tatsächlich ausgeführt werden konnte oder nicht…Diese Gedankenexperimente erwiesen sich zur Klärung gewisser Probleme als außerordentlich nützlich“ (Heisenberg Neuauflage, 2014, S. 11).

Auch im 21. Jahrhundert können Gedankenexperimente für die Quantenphysik und besonders für den neuen Bereich Schach & Quantenphysik erhellend sein. Siehe meine Überlegungen und Ergebnisse zu Schach und Quantenverschränkung, Spooky Checkmate at a Distance, dem Indischen Schachproblem in diesem Internetmanuskript.

Introspektion / Selbstbeobachtung

Ebenfalls wichtig und geradezu unentbehrlich ist Introspektion bzw. Selbstbeobachtung für neueste Fragen, z.B. was erlebt der Schachspieler bei seiner Entscheidung für einen Zug und entspricht dies dem Zusammenbruch der Wellenfunktion in der Quantenmechanik.

Merkmale und Formen introspektiven Vorgehens (nach Munzert 1982, 1983, 1984, 2015):

Die Introspektion betreibende Person
– richtet ihre Aufmerksamkeit, ihre Wahrnehmung (absichtlich)
– auf eigene
– innere (von aussen nicht direkt beobachtbare)
– psychische bzw. informationsverarbeitende (kognitive / motivationale / emotionale) Erlebnisse, Prozesse und Inhalte
– die bewusst oder bewusstseinsfähig sind
– um diese zu erfassen, festzuhalten und/oder
– als verbale Informationen anderen zu übermitteln.

In Psychologie, Handlungsforschung, Kognitiver Wissenschaft, Neuroscience und NeuroComputing finden sich mehrere Verfahren, die auf introspektivem Vorgehen beruhen:

– Systematische Selbstbeobachtung (im Zusammnhang mit einem Experiment)
– Lautes Denken
– Gedankenstichprobe
– Technik der Selbstkonfrontation (von Cranach u.a. 1980)
– Manche Formen von Interview und Forschungsgespräch
– (in Echtzeit oder rückblickend)
– kombiniert mit Handlungsbeobachtung
– gegebenenfalls ergänzt durch physiologische Beobachtungen und bildgebende Verfahren.

Weitere S & Q-Methodik

S&Q-Experimente Schachpartie und Position als S&Q- Experiment
Bewusstseinsprozesse, Gedanken- und Handlungsverläufe beim Schachspielen / in Zusammenhang mit Schach
Bewusstseinslagen,

Mustererkennung

Inneres Reden

Wechselwirkung zwischen Mustererkennung und innerem Reden 

Emergentlement (Verschränkung und Emergenz /  Emergenz durch Verschränkung) siehe Munzert 2013, 2015, 2022.

Determinierende Tendenzen

Determinierende Tendenzen durch Emergentlement (Munzert 2015)

Bewusstseinsinhalte:Informationsaufnahme, Überlegungen, Einfälle, Zweifel, Unsicherheit, Entscheidungen…

Weitere Methoden in Entwicklung und/oder Erprobung, auch zum Quanteninformations-Ansatz / zur „Pioneering quantum information science“.

Literaturangaben über

RMunzert@t-online.de

Copyright Dr. R. Munzert 2023

Dr. Reinhard Munzert