Schachgipfel in Magdeburg schlecht verkauft?

So wurde er angekündigt:

Mit dem Meisterschaftsgipfel des Deutschen Schachbundes 2019 in Magdeburg wird die alte Tradition der Schachkongresse wiederbelebt. Der Gipfel vom 25. Mai bis 1. Juni setzt sich zusammen aus den Deutschen Einzelmeisterschaften (Open und Frauen), den Deutschen Blitzmeisterschaften (Open und Frauen), der Deutschen Pokal-Einzelmeisterschaft, den German Masters (Open und Frauen) und der Endrunde der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft (DSAM). Darüber hinaus findet der Bundeskongress des DSB im Rahmen des Gipfels statt. Austragungsort ist die Festung Mark. Durch die Zusammenlegung der verschiedenen Meisterschaften mit dem Kongress soll Schach stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Mehr als 500 Schachspielerinnen und -spieler werden zum großen Gipfeltreffen des deutschen Schachs in Magdeburg erwartet: Profis treffen an einem Ort auf die besten Amateure und Funktionäre. (Collage: Festung Mark/Pixabay TillVoigt/Karsten Wieland/DSB


Der Schachgipfel in Magdeburg wurde vom Deutschen Schachbund vollmundig als das Schachereignis des Jahres angekündigt. 8 Topp-Turniere und alle an einem Ort. Insgesamt über 500 Teilnehmer. Das hat es wirklich noch nicht gegeben und ließ hoffen dass der DSB dieses Ereignis nutzt, um sich in der Öffentlichkeit positiv darzustellen.

Berichte von den einzelnen Schach-Disziplinen, Fehlanzeige. Nur ganze 2 Beiträge in 4 Tagen. Hier wird eine Gelegenheit verpasst kostengünstig für Schach in der Öffentlichkeit zu werben. Inzwischen sind 3 Runden German Masters der Frauen und Männer gespielt und sogar schon 4 Runden Deutsche Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer. Das ist ein bisschen wenig für ein so attraktives Ereignis. Die Besucher möchten wissen, wie die einzelnen Begegnungen verlaufen sind. Auch mal eine besonders gute Partie hervorheben. Die Deutsche Meisterschaft wird bisher kaum erwähnt, obwohl schon 4 Runden gespielt. Aus allem kann man mehr machen, man muss nur wollen. Marketing ist die Summe aller Maßnahmen die zum Erfolg führen.

Übrigens: Den Mitropa-Cup, wo eine deutsche Männermannschaft mitspielt, scheint es wohl aus Sicht des DSB nicht zu geben.

Ergebnisse Männer auf Chessresult

Ergebnisse Frauen auf Chessresult

Alle weiteren Informationen findet man auf der Turnierseite www.schachgipfel.de.


Heute 23 Uhr auf der Seite des DSB ein erstklassiger Beitrag. Nur zu spät.:

GERMAN MASTERS: NISIPEANU GRANDIOS GEGEN FRIDMAN

Das muss “Beton-Dieter” erstmal jemand nachmachen: In nur 31 Zügen zwang er im Duell der herausragendsten deutschen Nationalspieler der letzten Zeit Daniel Fridmanin der dritten Runde der German Masters zur Aufgabe! Liviu Dieter Nisipeanu folgte einer Partie des ehemaligen

by Oliver Köller – Liviu Dieter Nisipeanu gegen Daniel Fridman

WM-Anwärters Boris Gelfand, wie er Klaus Bischoff im Livetalk danach erzählte, und brachte dabei einige Änderungen unter. Im 16. Zug warf Nisipeanu die erste Figur in die gegnerische Königsstellung. Fridman konterte mit Sd5 und alle Zuschauer fragten sich, wie Weiß diesem starken Zug etwas entgegensetzen soll.

Mit diesem Sieg hat sich die deutsche Nummer Eins an die Tabellenspitze vorgearbeitet und ist dort punktgleich mit dem Masters-Sieger von 2018 Falko Bindrichund Matthias Blübaum. Letzterer spielte heute unentschieden gegen Vincent Keymer, nachdem es fast so aussah, als könnte Vincent einen Sieg davontragen.

Keinesfalls mit der Außenseiterrolle findet sich Eduard Miller ab. Der letztjährige Zweitplazierte der Deutschen Meisterschaft hatte mit 0 aus 7 gerechnet, erzählte er Klaus Bischoff. Nun hat er nach drei Partien schon zwei Remis! Nationalspieler Georg Meier ging er heute mit Weiß forsch an und erzwang am Ende ein Dauerschach.

Weiterlesen auf der Seite des DSB

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1 Antwort

  1. Ralf Mulde sagt:

    … aber der DSB benötigt ja keine Öff.-Arbeit bzw. einen entspr. Referenten, wie der Kongress zuletzt so ungemein dusselig entschied … Man spart eben gerne mal an der falschen Stelle, gelle?
    Die Fotos des originellen, aber offenbar ungemein verwinkelten lassen zudem Zweifel aufkommen, ob man nicht doch hätte versuchen sollen, einen der bewährten Säle in einem Hotel zu bichen, der von Schiedsrichtern zu überblicken und überall gut beleuchtet ist …
    Immerhin hat die MZ = “Mitteldeutsche Zeitung” (wo liegt denn dann Ostdeutschland?) eine DSB-Nachricht im Blatt: https://www.mz-web.de/sport/deutsche-meisterschaften-gipfeltreffen-des-deutschen-schachs-in-sachsen-anhalt-32576634

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