Februar 1, 2023

Ausgezeichneter 5. Rang für die Schweiz – 4:0-Coup in der Schlussrunde – FM Patrik Hugentobler mit 7 aus 9

Markus Angst An der Senioren-Mannschafts-Europameisterschaft im deutschen Dresden sorgten die Schweizer für einen Exploit. Sie belegten in der Kategorie Ü65 als Startnummer 13 den hervorragenden 5. Platz unter 42 Teams – punktgleich mit den auf den Rängen 2 bis 4 liegenden Finnland, Deutschland III und Schweden.

Die Schweizer verloren in den neun Runden nur ein einziges Mal – 1:3 gegen das als Nummer 2 gestartete und auf dem enttäuschenden 10. Platz landete erste Team von

FM Patrik Hugentobler war in Dresden mit einem herausragenden Resultat von 7 aus 9 erfolgreichster Schweizer Punktesammler.

Deutschland. Gegen Irland II (Nummer 34), SC Kreuzberg Berlin (6) und Island (15) spielten sie jeweils 2:2.

Unter den fünf Siegen ragt der 4:0-Coup in der Schlussrunde gegen Cercle d’Echecs de Strasbourg (5) heraus. Die Franzosen, die mit einem Sieg die Silbermedaille gewonnen hätten und stattdessen auf den 7. Rang zurückfielen, waren an drei ersten Brettern mit Grossmeister Nikolay Legky (er unterlag IM Andreas Huss) sowie den beiden Internationalen Meistern Louis Roos (er verlor gegen FM Dragomir Vucenovic) und Jean-Luc Roos (er musste sich FM Patrik Hugentobler geschlagen geben) klar besser besetzt.

Patrick Hugentobler war der überragende Spieler im Schweizer Team. Nach seiner überraschenden Startniederlage gegen den irischen 1900er Jim Murray holte der Schweizer Seniorenmeister von 2016 aus den nächsten acht Partien 7 Punkte. Seine ELO-Performance lag ebenso über seinem eigenen Rating wie diejenige von FM Dragomir Vucenovic (5½ aus 8) und Captain FM Peter Hohler (4½ aus 7).

Gold ging mit zwei Punkten Vorsprung erwartungsgemäss an die topgesetzte und mit drei Grossmeistern spielende Lasker Schachstiftung GK aus Deutschland. In der Kategorie Ü50 (Europameister England) war keine Schweizer Mannschaft am Start.

Ü65-Schlussrangliste

1. Lasker Schachstiftung GK (D) 15 aus 9. 2. Finnland 13 (217). 3. Deutschland III 13 (210½). 4. Schweden 13 (199). 5. Schweiz 13 (193). 6. SC Kreuzberg Berlin (D) 12 (186½). 7. Cercle d’Echecs de Strasbourg (Fr) 12 (164½). 8. England 11 (198). 9. Deutschland II 11 (192). 10. Deutschland I 11 (188). – 42 Teams. 

Resultate der Schweizer

1. Runde: Schweiz (Nummer 13) – Irland II (34) 2:2 (IM Huss – Quigley ½:½, FM Vucenovic – Noone 1:0, FM Hugentobler – Murray 0:1, Illi – Lohan ½:½).

2. Runde: Deutsche Bahn (22) – Schweiz 1:3 (Lehmann – Huss ½:½, Just – Vucenovic 0:1, Tichatschke – Hugentobler 0:1, Kempe – FM Hohler ½:½).

3. Runde: Schweiz – SC Kreuzberg Berlin (D/6) 2:2 (Huss – IM Glienke ½:½, Vucenovic – FM Rahls 0:1, Hugentobler – FM Marschner 1:0, Hohler – Steiger ½:½).

4. Runde: SV Dresden-Striesen (D/23) – Schweiz 1:3 (Siegmund – Huss ½:½, Lehmann – Vucenovic ½:½, Deppe – Hugentobler 0:1, Groschup – Illi 0:1).

5. Runde: Schweiz – Deutschland I (2) 1:3 (Huss – GM Pähtz 0:1, Hugentobler – IM Brüggemann ½:½, Hohler – FM Buchal ½:½, Illi – Kierzek 0:1).

6. Runde: SV Schwarz-Weiss Königsbrück (D/31) – Schweiz 1:3 (Gley – Vucenovic 0:1, Göpfert – Hugentobler 0:1, Thalheim – Hohler 0:1, Burda – Illi 1:0).

7. Runde: Schweiz – Island (15) 2:2 (Huss – Viglundsson ½:½, Vucenovic – IM Karason ½:½, Hugentobler – Halldorsson ½:½, Hohler – Thor ½:½).

8. Runde: SV Dresden-Leuben (D/17) – Schweiz 1½:2½ (Böhm – Huss ½:½, Knaak – Vucenovic ½:½, Hugentobler 0:1 f., Bodach – Hohler ½:½).

9. Runde: Schweiz – Cercle d’Echecs de Strasbourg (Fr/5) 4:0 (Huss – GM Legky 1:0, Vucenovic – IM L. Roos 1:0, Hugentobler – IM J.-L. Roos 1:0, Hohler – FM Letzelter 1:0). 

Einzelbilanz der Schweizer

IM Andreas Huss 4 Punkte aus 8 Partien (ELO-Performance: 2168), FM Dragomir Vucenovic 5½/8 (2226), FM Patrik Hugentobler 7/9 (2267), FM Peter Hohler 4½/7 (2122), Hansjörg Illi 1½/4 (1895).

Hier finden Sie die Resultate der Senioren-Team-EM in Dresden. 

Hier können Sie alle Partien nachspielen.

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