Februar 1, 2023

Kongress des Deutschen Schachbunds: nicht vorzeigbar

Als ob Bürokraten plötzlich die Lust am Gestalten entdecken. Als ob Mitläufer sich von jetzt auf gleich zu Anführern wandeln. Als ob Leute mit Scheuklappen wahrnehmen, welche Wege abseits der eingefahrenen Bahn offen stehen. Eher entdeckt die Grenke AG Schach als Image- und Werbeträger, eher entdeckt ChessBase die Pfiffigkeit.  

Überraschend am DSB-Kongress war in erster Linie die Heftigkeit der Reaktionen. „Desaster“? „Peinlich“? Als ob die Sitzungen der Schachverwaltung nicht schon seit Jahren Anlässe zum Fremdschämen bieten. Inhaltlich passierte, was zu erwarten gewesen war.

Verlierer der Veranstaltung: Paul Meyer-Dunker. Unermüdlich stiefelte der Präsident des Berliner Schachverbands zum Podium, entblößte die Planlosigkeit des Präsidiums beim Ansinnen, die weibliche Hälfte der Bevölkerung dem organisierten Schach zuzuführen, entlarvte das „Verbandsprogramm“ als Schubladenpapier ohne Impulswirkung, mahnte, nicht Ämter und Pöstchen zu schaffen, sondern Docks für Leute, die Dinge bewegen wollen, und erläuterte, was gut fürs nationale Schach wäre, frei von Landesverbandsinteressen.

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