Juni 26, 2022

Schacholympiade: Elisabeth Pähtz führt die Frauen an

Am 28. Juli startet im südindischen Chennai die 44. Schacholympiade. DSB-Bundestrainer Yuri Yakovich hatte bei den Frauen die schwierige Aufgabe, sich in einem ausgeglichenen Kader für fünf Spielerinnen zu entscheiden. Nachdem gestern Jan Gustafsson seine Entscheidung für das offene Team verkündet hatte, ist diese Entscheidung nun auch bei den Frauen gefallen: Elisabeth Pähtz, Hanna Marie Klek, Dinara Wagner, Josefine Heinemann und Jana Schneider werden als deutsche Frauen-Nationalmannschaft zur Schacholympiade in Indien fahren.

In der Mitte: Elisabeth Pähtz (Pascal Simon). Im Uhrzeigersinn v.l.o.: Jana Schneider (Oliver Koeller), Josefine Heinemann, Hanna Marie Klek und Dinara Wagner (Oliver Koeller)

Dass Elisabeth Pähtz mitfährt, dürfte keine Überraschung sein: Seit vielen Jahren ist sie bereits die Spitzenspielerin und Stütze des deutschen Teams. Mit einer Elo von 2497 ist sie die Nummer 13 der Frauen-Weltrangliste.

Hanna Marie Klek hat sich einen ordentlichen Elo-Vorsprung gegenüber der Kaderkonkurrenz aufgebaut. Sie hat das German Master 2021 gewonnen und war bereits bei der Team-EM 2021 dabei.

Dinara Wagner ist die Neue im Team. Sie wohnt und studiert in Deutschland und ist mit dem ehemaligen „Schachprinzen“ Dennis Wagner verheiratet. Einige Teamkolleginnen kennt sie bereits aus der Frauenbundesliga, wo sie u.a. mit Jana Schneider gemeinsam für den aktuellen Deutschen Meister Bad Königshofen spielt. Mit dem Sieg beim German Masters der Frauen vor einigen Tagen in Darmstadt hat sie bereits gezeigt, was sie kann. Ihr Wechsel nach Deutschland ist abgeschlossen, sodass einer Teilnahme nichts im Weg steht.

Josefine Heinemann hatte Ende des Jahres 2021 durch zwei schwächere Teilnahmen an Open sehr viele Elopunkte verloren. Aktuell zeigt sie sich von dieser Schwächephase gut erholt und kann hoffentlich an ihre brillante Leistung bei der Team-EM 2021 in Slowenien anknüpfen, wo sie jedes Spiel im Einsatz war und maßgeblich zum phänomenalen 5. Platz beigetragen hat.

Jana Schneider zeigt sich nach starken Turnieren im März und April gut in Form, wurde Zweite beim German Masters der Frauen und hat sich nach Einschätzung des Bundestrainers auf hohem Niveau stabilisiert. In der deutschen Rangliste der Juniorinnen belegt sie mit einem Elo-Rating von 2303 Punkten zusammen mit Lara Schulze den ersten Platz.

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