Juni 26, 2022

German Masters der Frauen startet mit 5 entschiedenen Partien

Das German Masters der Frauen 2022 in Darmstadt hat begonnen! In diesem Jahr außerhalb des Schachgipfels ausgetragen, um eine Terminkollision mit der Europameisterschaft der Frauen zu vermeiden, zeigten zehn der besten deutschen Spielerinnen absolutes Kampfschach: Bei fünf Partien gab es kein einziges Remis, jede Partie fand eine Siegerin! Damit knüpfen die Spielerinnen nahtlos an die entscheidungsfreudigen und spannungsgeladenen Partien der German Masters der Frauen aus den vergangenen Jahren an. DSB-Sportdirektor Kevin Högy ist vor Ort, um für uns von der ersten Runde zu berichten. (Fotos: Oliver Koeller)

Drei Partien fanden ihre Siegerin kurz vor beziehungsweise nach der Zeitkontrolle. In einem zunächst vorteilhaften Endspiel hatte sich der König von Antonia Ziegenfuß mit Recht weit in die gegnerische Bretthälfte vorgewagt, um Jana Schneiders gefährliche Bauern von hinten abzuräumen. In Zeitnot unterlief Antonia jedoch ein Missgeschick. Die Folge: Ihr König zappelte urplötzlich in einem Mattnetz, dem nur noch mit Turmverlust zu entkommen gewesen wäre. Antonia blieb nur die Partie aufzugeben, womit Jana den Vorteil der weißen Steine zu Beginn des Turniers bestmöglich ausgenutzt hat.

Ein weiterer Weißsieg gelang Josefine Heinemann gegen Sarah Papp. Obwohl Sarah Josefine in der Eröffnung in einer Modevariante der Caro-Kann-Verteidigung mit einem seltenen Bauernopfer zu überraschen schien (das vor kurzem bereits Kaderkollege Vincent Keymer einem Kontrahenten erfolgreich servierte), verpuffte der Vorteil auf Brett und Uhr allmählich. Als Josefine dann auch noch dank eines Springerscheinopfers einen Bauern gewinnen und mit ihrem Turm in die gegnerische Stellung eindringen konnte, drehte sich die Partie vollends. In einem verlorenen Bauernendspiel blieb Sarah nur die Aufgabe.

Weiterlesen

Print Friendly, PDF & Email
Share this
EnglishDeutschРусский