Juli 1, 2022

Rentner, Rost und Radjabov

Wen einladen? Vor dieser Frage standen die Organisatoren des Norway Chess vor der zehnten Auflage ihres Tuniers. Russen sollten nicht mitspielen, und WM-Kandidaten würden fünf Tage vor dem Kandidatenturnier nicht mitspielen wollen. Diese limitierte Auswahl war eine Chance für die Norweger, ein aufregendes Feld zusammenzustellen. Sie verstrich ungenutzt.

In Norwegen ab dem 30. Mai am Brett: Rentner, Eingerostete und Remisschieber. Die Spielernot haben die Organisatoren aufgelöst, indem sie drei Schachmeister aus dem (Halb-)Ruhestand geholt haben: Wang Hao, Viswanathan Anand und Veselin Topalov. Und sie haben doch zwei WM-Kandidaten gefunden, die sich wenige Tage vor dem wichtigsten Turnier ihres Lebens beim Norway Chess ans Brett setzen. Richard Rapport und Teimour Radjabov werden bis zum 10. Juni in Norwegen nicht das bestmögliche Ergebnis erzielen, sondern sich bestmöglich fürs Kandidatenturnier 2022 (ab 16. Juni) aufwärmen wollen.

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