Juli 3, 2022

Europameisterschaft: Blübaum bleibt alleine vorn

Matthias Blübaum auf Titelkurs”, titelten unsere Freunde vom Schachbund gestern. Den Kurs hat der deutsche Großmeister zwei Runden vor Schluss gehalten, aber seine Schlagzahl heruntergefahren. Mit einem nicht ausgekämpften Weißremis gegen Liviu Dieter Nisipeanu behält Blübaum die alleinige Führung bei der Europameisterschaft, kann sich aber in der Vorschlussrunde nicht vorzeitig den Titel sichern – theoretisch. Praktisch allerdings hätte Blübaum allerbeste Chancen, sollte ihm heute mit Schwarz ein Erfolg über den Franzosen Maxime Lagarde (Elo 2626) gelingen. Und auch nach einem Remis würde er mindestens als geteilter Tabellenführer in die Schlussrunde gehen.

FIDE-Geschäftsführerin Dana Reizniece-Ozola begrüßt am Spitzenbrett die Schachfreunde Nisipeanu (r.) und Blübaum, die nach dieser Ouvertüre schnell Frieden schließen sollten. | Foto: Luka Rifelj/Slowenischer Schachverband

Die Partien beginnen um 15 Uhr, die Liveübertragung erfolgt um 15 Minuten zeitversetzt.

Das Ereignis der neunten Runde aus deutscher Sicht gab es nicht am ersten Brett zu notieren, wo die Schachfreunde Blübaum und Nisipeanu schnell Feierabend machten, sondern an Brett 44. Julian Kramer sicherte sich mit einem Schwarzsieg über Alexander Donchenko eine GM-Norm. Während Donchenko (4,5 Punkte) nun aus dem Rennen um die World-Cup-Plätze ausgeschieden ist, kann Kramer (6 Punkte) diese anpeilen. Dafür muss er allerdings nachlegen. Wahrscheinlich werden 1,5 Zähler aus den letzten beiden Runden erforderlich sein, um auf einem Qualifikationsplatz zu landen.

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