Juli 1, 2022

Corte wird 2022 Gastgeber des Mitropa Cups sein

Die FFE war bei der Gründungsversammlung der Mitropa Cup Association anwesend. Dieser neue Verband, der am Rande des letzten Treffens der Europäischen Schachunion in Slowenien gegründet wurde, vereint die zehn Verbände Mitteleuropas, die heute am Mitropa Cup teilnehmen. Im Jahr 2022 ist die FFE für die Ausrichtung der 40. Ausgabe dieses Wettbewerbs verantwortlich. Der Föderale Lenkungsausschuss hat beschlossen, seine Organisation an die Korsische Schachliga zu delegieren.

Schach ist eine der beliebtesten Sportarten auf der Insel der Schönheit. Seit mehr als zwanzig Jahren ist die korsische Schachliga ein Modell für Dynamik und Schachentwicklung. Es ist heute auf der ganzen Insel präsent und zeichnet sich durch die Qualität seiner Aktivitäten in den Schulen, durch die Exzellenz seiner Ausbildung für junge Menschen, aber auch durch die Organisation von emblematischen Veranstaltungen aus. Die FFE möchte der korsischen Schachliga für diese Partnerschaft danken und begrüßt die Ausrichtung der Ausgabe 2022 des Mitropa Cup in einem außergewöhnlichen Gebiet, das die teilnehmenden Mannschaften zweifellos begeistern wird. Die Stadt Corte wird daher vom 27. April bis 8. Mai 2022 im Mittelpunkt Europas stehen!

Deutschland tritt mit folgenden Spieler*innen an: Open GM Michael Prusikin – 2537 IM Ruben Gideon Koellner – 2440 FM Alexander Krastev – 2402 FM Tobias Koelle – 2384 FM Marius Deuer- 2356 Féminines FM Lara Schulze- 2309 WFM Luisa Bashylina- 2043 Svenja Butenandt- 2097 Maja Buchholz- 2006 Entraineur IM Bernd Voekler – 2342


Pressemitteilung der Mitropa Cup Association :

Die MITROPA-Länder Österreich, Kroatien, Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Slowakei, Slowenien und Schweiz haben die Mitropa Chess Association (MCA) bei einem Treffen im Anschluss an die ECU-Generalversammlung am 13. November 2021 in Catez, Slowenien, gegründet. Theodorus Tsorbatzoglou, Generalsekretär der European Chess Union, war zu diesem Treffen eingeladen.

Die Satzung wurde von den Vertretern der Verbände unterzeichnet. Marco Biagioli wurde zum ersten Präsidenten des Verbandes gewählt, Nina Rob zur Vizepräsidentin und Luigi Maggi zum Schatzmeister. Walter Kastner wurde zum Generalsekretär ernannt. Der Sitz des Verbands ist in Wien, Österreich, wo der Mitropa Cup gegründet wurde.

Der Mitropa Cup ist eine Idee der österreichischen internationalen Schiedsrichterin Gertrude Wagner. Sie wollte einen Wettbewerb für mitteleuropäische Mannschaften ins Leben rufen, wie es im Fußball üblich war. Kurt Jungwirth, Präsident des Österreichischen Schachbundes von 1971 bis 2017, erkannte die Chance dieser Idee und sagte: „Das ist in Ordnung, lasst uns einen Mitropa Cup veranstalten“.

Der erste Mitropa Cup fand 1976 in Innsbruck statt. Deutschland gewann die erste Ausgabe vor der Schweiz und Jugoslawien. In diesem Jahr veranstaltete die Schweiz den 39. Mitropa Cup aufgrund der Pandemie zum ersten Mal in einem hybriden Online-Format. Der 40. Mitropa Cup findet 2022 in Frankreich statt und wird hoffentlich wieder auf dem Schachbrett möglich sein.

Ein Projekt, das zeigt, wie die MCA in Zukunft kooperieren kann, ist das Erasmus plus Projekt „CUPS“, das im Juni 2021 vorgestellt wird. „Schach verbindet und fördert Fähigkeiten“ wird, wenn die Bewerbung erfolgreich ist, Schach als Pflichtfach in die Schulen bringen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem deutschen „Bremer Modell“, bei dem Lehrer und Kinder in einer wöchentlichen Unterrichtsstunde gemeinsam Schach lernen. Unabhängig vom Alter der Kinder kann Schach bessere Konzentrationsfähigkeiten, Geduld und Ausdauer, einen größeren Sinn für Kreativität, eine bessere Intuition, ein besseres Gedächtnis sowie bessere Analyse- und Entscheidungsfähigkeiten entwickeln. Darüber hinaus können Kinder und Jugendliche durch das Spiel Entschlossenheit, Motivation und Fairness lernen. Und darüber hinaus fördert Schach die soziale Inklusion. Dies gilt insbesondere für Schüler mit Migrationshintergrund, Schüler mit sozioökonomischen Problemen, aber auch für Schüler mit Behinderungen.

Die KRM hat sich in ihrer Satzung dazu verpflichtet, enger zusammenzuarbeiten und sich auf gemeinsame Werte zu verständigen. Schach ist ein Sport, aber auch ein Mittel zur Förderung von Freundschaft, Kultur und gemeinsamen Werten wie Sportgeist, Gleichberechtigung der Geschlechter, Inklusion und soziale Verbesserung.

Verfasser des Artikels: Fédération Française des échecs

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