Mai 17, 2022

Person des Tages: GM Daniel Fridmann

Daniel Fridman begann sehr früh mit dem Schachspiel, bereits im Alter von 4 Jahren. Bald gab es einen weiteren Schachspieler in der Familie Fridman – seinen jüngeren Bruder Rafael. Fridman vertrat Lettland erfolgreich bei Kinderweltmeisterschaften und gewann 1992 eine Medaille gegen Svidler, Almasi und andere starke Spieler.

Foto: Deutscher Schachbund

„Mein Vater brachte mir das Spielen bei, als ich vier Jahre alt war. Mit siebeneinhalb Jahren besuchte ich bereits eine Schachschule in Riga. Ich habe immer Glück mit den Trainern gehabt. Meine erste Ausbilderin, eine großartige Person, war Vija Janovna Rozlapa. Der nächste war ein guter Positionsspieler, Mikhail Jakovlevich Moskovich, mit dem ich das Niveau eines Meisterkandidaten erreichte. Er arbeitet jetzt als Ingenieur in Israel. Dann war ich in der Gruppe von Alvis Vitolins, er war der Cheftrainer an der Schule, und später war auch Vladimir Konstantinovich Bagirov dabei. Es war klar, dass ich ein Profi werden wollte. Der Anfang war wahrscheinlich die Junioren-Weltmeisterschaft in Duisburg 1992, wo ich die Plätze 1-3 belegte“ (Fridman).

Zwei Jahre später erlangte Fridman den Titel des Meisters und wurde wenig später lettischer Meister. Der junge Mann hat bei mehreren großen Schweizer Meisterschaften große Erfolge erzielt, so wurde er zum Beispiel 1997 in Hamburg Zweiter hinter Movsesian. Deutschland fand Gefallen an Daniel, und 1999 zog Fridman in die Mitte Europas, erhielt aber erst 2007 die deutsche Staatsbürgerschaft, bevor er für Lettland an Mannschaftsturnieren teilnahm. Großmeister seit 2001. Daniel wurde schnell als starker Blitzer berühmt und gewann zweimal das ICC Dos Hermanas Internet-Turnier.

Er hat Mülheim Nord viele Jahre lang in der Bundesliga vertreten. Gewinnerin von Essen 2001, Zürich 2002, Bermuda 2003, Marseille 2006, Nürnberg 2006, Lausanne 2006, Korsika 2006, Liverpool 2007 und vielen anderen wichtigen Wettbewerben. Nachdem er die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatte, gewann er sofort die deutsche Meisterschaft (2008). Nach der Meisterschaft 2012 wurde er zum zweifachen nationalen Meister. Als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft gewann er die Europameisterschaft. Interessanterweise lebte Fridman zu diesem Zeitpunkt bereits überwiegend in den USA – er heiratete die Großmeisterin Anna Zatonskih. Das Paar zieht eine Tochter groß.

Teilnehmer an der FIDE-Knockout-Weltmeisterschaft (1999) und zwei Weltmeisterschaften. Daniel Fridman ist bekannt für seinen dichten, bissigen Spielstil. Der Großmeister verliert selten und hat Siege über Kamsky, Judit Polgar, Grischuk, Bakro, Elianov, Ponomarev und andere Großmeister der Extraklasse errungen. Fridmans Rekordwert liegt bei 2.665.

„Was mich am meisten am Schach reizt, ist das sportliche Element, der Wettbewerb zwischen zwei Individuen. Und natürlich auch die Schönheit der Sache. Ich habe zum Beispiel ein Turnier in Philadelphia gespielt, die World Open. Er hat nicht brillant gespielt, aber ein oder zwei. Und das ist kein wichtiges Ergebnis für amerikanische Turniere, man muss dort den ersten Platz belegen. Aber ich war überhaupt nicht verärgert, denn ich habe noch eine sehr interessante Partie aus diesem Turnier.

Mehr als einmal wurden meine Partien als die schönsten des Turniers anerkannt, aber leider war ich auf der Verliererseite. Mehrmals gewann meine einzige Niederlage im Turnier einen Schönheitspreis und wurde dann in Schachzeitschriften übergangen. Und in diesem Spiel habe ich es ausnahmsweise geschafft, zu gewinnen“ (D. Fridman).

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