Anton Korobov siegt am Spitzenbrett

Verfasst von Georgios Souleidis am 21. April 2019.

Drei Runden vor Schluss ist völllig offen, wer das GRENKE Chess Open gewinnt. Anton Korobov besiegte am Spitzenbrett den bis dahin führenden Alexander Indjic und gehört nach der sechsten Runde zur Gruppe der sieben Spieler mit 5,5 Punkten. Erfreulich aus deutscher Sicht ist die Tatsache, dass mit Daniel Fridman und Andreas Heimann zwei Spieler mit im Rennen um Platz eins sind.

Anton Korobov (links) siegte gegen Alexander Indjic

Anton Korobov gehört zu den Großmeistern, die anscheinend jede Partie ausspielen. Zumindest gehört er zu den wenigen Spielern, die sich bislang nicht mit einem schnellen Remis begnügten. Das zahlte sich in der sechsten Runde aus, denn dem ukrainischen Großmeister gelang mit dem Sieg mit den schwarzen Figuren gegen Alexander Indjic ein Big Point. Damit ist er ein ganz heißer Kandidat auf den Turniersieg, denn er wird wahrscheinlich noch zwei Mal mit Weiß spielen dürfen – normalerweise ein Vorteil, der sogennante Anzugsvorteil, im Schach.

Gegen Indjic wählte Korobov die Sizilianische Verteidigung. Nach der Eröffnung war die Stellung ausgeglichen, doch nach und nach übernahm der bullige Mann aus Kemerovo am Königsflügel die Initiative. Nach seinem Sprigermanöver im 24. Zug nach f4 standen die Zeichen klar auf Sieg, den er sich auch nicht mehr nehmen ließ.

Zu den Spielern mit 5,5 Punkten gehören auch die zwei nominell besten Deutschen Daniel Fridman und Andreas Heimann. Fridman setzte sich gegen den griechischen Großmeister Antonios Pavlidis in einer dieser typischen Königsindisch-Partien durch, in denen Weiß am Damen- und Schwarz am Königsflügel angreift.

Bei Pavlidis und Fridman zeichnet sich schon die typische Mittelspiel-Struktur einer Königsindisch-Partie ab

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