Mai 26, 2022

“Die FIDE hat zwei große Fehler gemacht”

Elisabeth Pähtz hat jetzt in einem Wijk-Stream von chess.com Vorwürfe gegen den Schach-Weltverband erhoben. Die FIDE habe sie fünf Jahre lang glauben lassen, ihre 2016 bei der Europameisterschaft erzielte GM-Norm sei gültig. Außerdem habe die FIDE nach der dritten Norm unlängst beim Grand Swiss in Riga verbreitet, sie habe nun den GM-Titel erlangt. “Wenn der Titel jetzt nicht kommt, entsteht mir erheblicher Imageschaden. Ich stehe als Lügnerin da”, sagt Pähtz mit Blick auf die breite mediale Berichterstattung über die erste deutsche Schachspielerin im Rang eines Großmeisters.

Offiziell gilt auf deutscher Seite, dass die Gültigkeit der Norm von 2016 noch zu klären ist. “Aus Sicht des Deutschen Schachbunds ergibt sich aus dem damals geltenden Reglement eine rechtmäßige Norm”, hat der DSB auf Anfrage dieser Seite mitgeteilt.

Kulanz oder Klage
Während DSB und FIDE den Fall laut Schachbund “auf höchster Ebene” verhandeln, teilt Pähtz die Verhandlungsposition ihres Verbands offenbar nicht. Im chess.com-Gespräch mit Steve Berger erwähnt sie an keiner Stelle die Möglichkeit, dass die fragliche Norm ohne Weiteres anerkannt und ihr der Titel verliehen wird.

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