Januar 20, 2022

Person des Tages: GM Christian Bauer

GM Christian Bauer

Christian Bauers Jugend fiel in eine goldene Zeit der französischen Schachgeschichte – berühmte Großmeister wie Lev Polugaevsky, Joseph Dorfman und Anatoly Weisser zogen in das Land, Joël Lautier und Etienne Bacrot wuchsen schnell. Christian etablierte sich schnell als vielversprechender Athlet, wurde Dritter bei den U14-Weltmeisterschaften (1991) und wurde mit 15 Jahren internationaler Meister.

1995 belegte Bauer bei den nationalen Meisterschaften der Senioren die Plätze 2 bis 5 und wurde ein Jahr später französischer Meister – Christian Bauer sollte in seiner Karriere drei nationale Meisterschaften gewinnen. Bald erfüllte Christian Bauer alle Punkte des Internationalen Großmeisters. Im Jahr 1998 belegte er den ersten Platz beim europäischen Zonenturnier und erreichte die K.o.-Runde der Weltmeisterschaft 1999, wo er Rustam Kasymzhanov besiegte, aber Peter Leko unterlag.

Bei der Mannschafts-Europameisterschaft 1999 schaffte er es zum ersten Mal in die französische Mannschaft. Als Spieler der Nationalmannschaft seines Landes hat er bei alten Weltmeisterschaften Bronze und Silber gewonnen und war der Beste an seinem Brett. Christian Bauer ist mehrfacher französischer Meister mit Nancy und Clichy, spanischer Meister mit Gros und Schweizer Meister mit Zürich. Er ist als zuverlässiger Mannschaftsspieler bekannt und hat diese Vereine bereits mehrfach in der Europameisterschaft vertreten.

Christian Bauer hat an vier Schacholympiaden teilgenommen, bei der ersten im Jahr 2000 stand er am ersten Brett. Im Jahr 2006 war er einer der besten Spieler der französischen Mannschaft bei einem siegreichen Match gegen die Chinesen, wo er 4 von 6 möglichen Punkten erzielte. Die Organisatoren in Nancy haben mehrere Jahre hintereinander starke Rundenturniere organisiert, bei denen die besten Schachspieler ihrer Stadt gegen renommierte Großmeister antraten.

Die Familie Bauer erlitt 2012 einen schrecklichen Unfall, nach dem der Großmeister, dessen Rating sich damals der 2700er-Marke näherte, nicht sofort in der Lage war, sein Spiel zu finden und seine alte Form wiederzuerlangen. Im Jahr 2015 gewann Christian jedoch die nationale Schnellschachmeisterschaft und bewies, dass es noch zu früh war, ihn abzuschreiben.

 

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