Juni 27, 2022

Vor dem Grand Prix: zur Kasse, bitte – Kragen-Konflikt im Spitzenschach

3:0 gewann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am 16. August 2006 ihr Länderspiel gegen Schweden. Beinahe wäre dieses Länderspiel ausgefallen. Die Fußballer hatten mit einem Boykott gedroht. Sie wollten nicht länger gezwungen werden, in Adidas-Schuhen aufzulaufen.

Als dieser über Monate gärende “Schuh-Streit” vor dem Schweden-Spiel fast eskaliert wäre, sollte ein “Schuh-Gipfel” mit allen Beteiligten die Angelegenheit klären. Es folgte eine Einigung, die bis heute gilt: Seit dem 1. September 2006 dürfen Michael BallackMiroslav Klose und ihre Nachfolger in den Schuhen ihrer persönlichen Ausrüster für Deutschland auflaufen. Das Adidas-Monopol war gebrochen.

Konflikte im Profi-Sport um die Logos von Sponsoren gibt es nicht erst, seitdem 1973 Fußball-Bundesligist Eintracht Braunschweig durchgesetzt hat, mit dem Jägermeister-Hirsch auf er Brust auflaufen zu dürfen. Sogar im Nischensport Schach sind solche Konflikte nicht unbekannt. Das WM-Match 2021 stand eine zeitlang auf der Kippe, weil Magnus Carlsen sicherstellen wollte, seinen Sponsor Unibet angemessen präsentieren zu können, bevor er den WM-Vertrag unterschrieb.

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