November 30, 2021

Europameisterschaft: die Wand stand

Die Wand stand: Jergus Pechak (l.) versus Liviu Dieter Nisipeanu. | Foto via Schachbund

Der unter Beobachtern verbreitete Terminus “Beton-Dieter” ist noch nicht in der deutschen Nationalmannschaft angekommen. Rasmus Svane offenbarte jetzt nach dem 3:1-Auftaktsieg über die Slowakei, was die Großmeisterkollegen sagen: “die Wand”. Auch das ein schönes Bild: Liviu Dieter Nisipeanu, die Wand, von der alles abprallt, was die Gegner werfen.

Das Match gegen die Slowakei lief nicht nicht lange, da sahen Nisipeanus Mitspieler mit Sorge, dass die Wand am ersten Brett Risse bekommen hatte. Nisipeanu steckte in Schwierigkeiten, er landete bald in einem Endspiel mit Minusbauer, in dem es einzig darum ging, den halben Punkt zu retten. Aber das gelang. Der slowakische Großmeister Jergus Pechak klopfte und ruckelte, aber ihm fehlte der Vorschlaghammer, der die deutsche Wand hätte einreißen können.

Nicht alles lief glatt am ersten Spieltag der Europameisterschaft, aber letztlich stimmten die Ergebnisse. 3:1 für die Herren gegen die Slowakei, 3:1 für die Damen gegen die Schweiz. Für die Herren dürfte es heute gegen Dänemark deutlich schwieriger werden, die Damen werden gegen Norwegen als nominell klare Favoritinnen ins Match gehen. Bei den Herren steigt jetzt Vincent Keymer in den Wettbewerb ein, bei den Damen wird erstmals Elisabeth Pähtz das erste Brett besetzen. Um 15 Uhr geht’s los.

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