Text: Carsten Karthaus – Die Stuttgarter Schachfreunde wurden mit Ihrer ersten Mannschaft bei zentralen Oberliga Endrunde – mit einem klaren Sieg gegen Weiler im Allgäu – Mannschaftsmeister von Württemberg. Mit 16 Mannschaftspunkten und 47 Brettpunkten landeten Sie am Ende vor dem Heilbronner SV und dem SC Böblingen die gegeneinander 4,5 : 3,5 spielten. Der SK Bebenhausen sicherte sich mit einem spannenden Duell und etwas Glück den Klassenerhalt im Duell gegen Biberach, die damit absteigen werden. Der TOPScorer der Liga wurde Boris Latzke aus Bebenhausen mit 7 Punkten aus 9 Spielen, bei 6 Siegen und 2 Remis! Eine Klasse Leistung. Der Preis für die schönste Partie ging an die Partie Enis Zuferi – Ovidiu‐Doru Foisor.

Die Ausrichtung hat dankenswerterweise die Schachgemeinschaft Vaihingen/Rohr übernommen. Nach den Grußworten von Manfred Lube (SG Vaihingen/Rohr), Walter Pungartnik (SVW-Vizepräsident) und Andreas Warsitz (Hauptschiedsrichter) ging es auch schon los.

Leider kam es bei der Liveübertragung zu einer Panne, nur 8 der 40 Bretter konnten übertragen werden. Problem war ein Generatorraum unterhalb des Spielsaals. Wer kann das wissen? Wir entschuldigen uns für die schlechte Darstellung und werden in den nächsten Jahren verstärkt darauf achten, dass uns so etwas nicht mehr passiert. Bei den Kommentatoren bedanken wir uns recht herzlich die es doch geschafft haben, das beste aus der Situation zu machen und auch ein dank an Marc Lang, der mit seinem Team alles versucht hat, aber es mit den Gegebenheiten nicht schaffen konnte. DANKE. Ein paar Livepartien gibt es dennoch, auch zum nachspielen: https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/oberliga-wuerttemberg-2018-2019/9/1/1

Das Match das übertragen wurde (Stuttgart gegen Weiler) verlief klar für die Stuttgarter. Weiler hatte nicht den Hauch einer Chance. Speziell an den hinteren Brettern war die Überlegenheit des Tabellenführers mehr als offenkundig. Mark Kvetny gelang ein glänzender Sieg gegen IM Henrichs nach ungewöhnlicher Eröffnung. Besonders stark auch der Schwarzsieg von Andreas Strunski. Der Gewinn der Meisterschaft für die Stuttgarter Schachfreunde zeichnete sich somit schon früh ab.

Dramatisch war vor allem die Partie an Brett 1 zwischen Biberach und Bebenhausen, in der sich Georg Braun und Bernhard Sinz lange Zeit nichts schenkten. Ein fataler Rechenfehler von Bernhard Sinz in Zeitnot ließ die Partie rasch zugunsten von Bebenhausen kippen. Boris Latzke holte dann den entscheidenden Punkt was den Endstand von 4,5:3,5 für Bebenhausen bedeutete, den TOPScorer der Liga und den Abstieg für Biberach bedeutete. In dieser Saison gibt es 2 Absteiger aus der Oberliga - Biberach und Sontheim -, da aus der zweiten Bundesliga Jedesheim als Absteiger feststeht.

Die Begegnung Sontheim gegen Deiziau war klare Sache, da Sontheim ohnehin bereits abgestiegen war, dennoch wurde hart gekämpft. Die Partie Zeller gegen Kevin Walter war sehenswert, sodass IM Frank Zeller diese auch noch live kommentierte. https://www.youtube.com/watch?v=WZtLy9GFP44

Ein harter Kampf war das Verfolgerduell, das Heilbronn, knapp mit 4,5 zu 3,5 gegen Böblingen für sich entscheiden konnte. Zwischen Schwäbisch Gmünd und Schmiden Cannstatt ging es um nicht mehr viel und so gab es schnell viele remisen.

Am Ende folgte dann die Siegerehrung mit der Ehrung des TOPScorers Boris Latzke, mit 7 Punkten aus 9 Spielen eine sensationelle Leistung. Wichtige Punkte für Bebenhausen im Abstiegskampf. Wir gratulieren ganz recht herzlich. Solche starken Spieler würden wir natürlich gerne wieder bei der WEM sehen.

Die schönste Partie der Saison spielte Foisor Ovidiu‐Doru aus Deizisau mit der königsindischen Verteidigung. Diese Partie wurde unter einer offenen Abstimmung merheitlich gewählt. Die Partie könnt hier euch hier ansehen: https://ergebnisse.svw.info/rundschreiben/2018/turnier_2305/rundschreiben/PartiedesJahres.pdf und auch nachspielen https://ergebnisse.svw.info/show/2018/2305/rundschreiben/.

Dann kam der große Augenblick auf den alle gewartet haben. Die Übergabe des Meisterbrettes. Zuerst musst die Mannschaft der Stuttgarter aber noch einige Hürden meistern, so an allen anwesenden Schiedsrichter (bei den wir uns recht herzlich für ihren tollen Job der diesmal über das Schiedsrichter sein hinausging bedanken) vorbeiziehen und sich den Handschlag abholen. Wie bei der Olympiade oder der WEM, muss bestimmt ein tolles Gefühl sein? Dann durften die Spieler das Brett von Andreas Warsitz und Carsten Karthaus übernehmen und es für ein Jahr behalten. Die Freude auf Stuttgarter Seite war riesig. Wie die Bilder und dieser Tweet (https://twitter.com/SSF1879/status/1115038975083859970) zeigen. Wir als SVW sind gespannt, was die Stuttgarter mit dem Brett machen werden und wünschen Ihnen viel Spaß damit und viel Erfolg für die zweite Bundesliga, in welcher sie nächste Saison als Aufsteiger spielen werden.

SVW-Vorbericht: http://www.svw.info/referate/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/14355-oberliga-wuerttemberg-spannung-pur-im-auf-und-abstiegskampf-bei-zentraler-endrunde

Vorbericht Schachticker: https://www.chess-international.com/?p=4429

Livekommentar: https://www.youtube.com/watch?v=WZtLy9GFP44

Livepartien: https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/oberliga-wuerttemberg-2018-2019/9/1/1

Bericht der Stuttgater Schachfreunde: https://www.stuttgarter-schachfreunde.de/?content=/news_details/2019/643/643.htm

Hier noch ein paar Impressionen zur zentralen Endrunde:

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