Dezember 3, 2021

Bundesliga: der Elefant im Raum

Sollen hochklassige Vereine verpflichtet werden, den Nachwuchs zu fördern und auf in Deutschland ausgebildete Spieler zu setzen? Falls die Bundesliga in diesem Sinne die “Teilnahmevoraussetzungen” für Erstligisten beschließt, wird die Bundesspielkommission in die Diskussion mit den Zweitligisten über ähnliche Kritierien einsteigen. “Ob ein solches Konzept auch für die Zweite Schachbundesliga sinnvoll/gewünscht ist, wird sich dann zeigen”, sagt Bundesturnierdirektor Gregor Johann auf Anfrage dieser Seite. Auch auf die dritten und vierten Ligen wird eine solche Diskussion wahrscheinlich zukommen.

Ein Hintergrund möglicher Teilnahmevoraussetzungen für die hohen Spielklassen ist ein Missstand, der als solcher in offiziellen Verlautbarungen nicht benannt wird: Im Schach ist es mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln möglich, eine Riege von Meistern einzukaufen und mit diesen durch die Ligen zu klettern, eine Möglichkeit, von der mancher lokale Schachmäzen Gebrauch macht – und sich darauf beschränkt, anstatt mit einem Teil seines Geldes dem Verein und dem Schach Gutes zu tun.

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