Dezember 3, 2021

Endlich Inhalte

Sprengstoff war ja vorhanden. Die im Arbeitskreis der Landesverbände gärende Causa Meyer-Dunker drohte auf den Kongress des Schachbunds überzugreifen, und dann hätten sie, um diesen widerborstigen Gesellen aus Berlin loszuwerden, wieder stundenlang über das gestritten, was den gemeinen, traditionell geprägten Schachfunktionär am ehesten in Wallung bringt: Satzungs- und Ordnungsfragen.

Stattdessen: Schach! Es war nicht nur der “beste Kongress seit langem” (Ullrich Krause), es war zumindest in der Geschichte dieser Seite (erster Beitrag am 14. Oktober 2017) der erste, bei dem keine ohne Not selbstgemachte Katastrophe im Raum stand, es war der erste, bei dem über Inhalte geredet wurde statt über Paragrafen.

Die Delegierten bei der Arbeit zum Wohle des Schachs. | Foto: Deutscher Schachbund

Am Vorabend tagten traditionell die Präsidenten der Landesverbände. Die AKLV-intern in seitenlangen E-Mails erörterte Drohung aus unter anderem NRW und Bayern, den AKLV zu verlassen, wenn Paul Meyer-Dunker bleibt, erwies sich als Sturm im Wasserglas. Meyer-Dunker kam, sah, kündigte an zu bleiben – und niemand ging. Stattdessen verewigten die versammelten Landespräsidenten im Protokoll ihren Ärger darüber, dass außerhalb des AKLV über den AKLV geredet, sogar darüber berichtet wird, namentlich auf dieser Seite. Außerdem beschlossen sie, ihrem Dasein als in der DSB-Satzung verkankertes Organ ein Ende zu bereiten.

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