Oktober 24, 2021

Demnächst im Kino: Neuverfilmung der Schachnovelle

Von André Schulz – Die Schachnovelle ist das bekannteste Werk des 1942 freiwillig aus dem Leben geschiedenen jüdischen Schriftstellers Stefan Zweig. 1960 wurde das Buch mit Curd Jürgens und Mario Adorf erstmals verfilmt. Nun gibt es eine Neuverfilmung, die ab 23. September in den Kinos zu sehen ist. Michael Busse sprach mit dem Regisseur Philipp Stölzl.

Der jüdische Schriftsteller Stefan Zweig, 1881 in Wien geboren, war vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten eine gefeierter und erfolgreicher Autor. Als die faschistische Bewegung auch in Österreich um sich griff, emigrierte Zweig 1934 nach England. Später nahm er die britische Staatsbürgerschaft ein. In Deutschland und Österreich konnten seine Arbeiten nur noch unter Schwierigkeiten erscheinen oder wurden ganz verboten.

Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs fürchtete Zweig, als Österreicher und damit „feindlicher Ausländer“ in England interniert zu werden und verließ das Land. Über mehrere Stationen in den USA kam er 1940 nach Brasilien. Der schon seit Jahren unter Depressionen leidende Zweig nahm sich am 23. Februar in Petropolis, in der Nähe von Rio de Janeiro, mit einer Überdosis Veronal das Leben.

Zweigs heute bekanntestes Werk ist die Schachnovelle. Er schrieb die Geschichte zwischen 1938 und 1941 in Brasilien. Das Werk erschien erst posthum im Dezember 1942 in einer limitierten Auflage von 300 Exemplaren. 1974 erschien in Deutschland eine Taschenbuchausgabe, die inzwischen weit über eine Million mal verkauft wurde.

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