August 1, 2021

Keine Elopunkte für König Pepe – eine Turniergeschichte

Pfingstmontag, 20. Mai 2013. Der spanische IM Jose „Pepe“ Cuenca führt beim 4. Oeffinger Open vor der letzten Runde mit einem ganzen Punkt Vorsprung. Eine Woche vorher hat er die offene Stuttgarter Stadtmeisterschaft gewonnen. Kompromisslos, ohne Gefangene zu machen: sechs Siege und eine Niederlage. Wird er diesmal mit einem schnellen Remis den ersten Platz und das damit verbundene Preisgeld absichern? Genau das frage ich ihn, als wir uns vor der Festhalle an der Grillstation begegnen. Er verneint: „Ich will noch mehr Elopunkte dazugewinnen.“

Dass das Turnier gar nicht nach Elo ausgewertet wird, wusste ich als Mitglied der veranstaltenden Schachfreunde Oeffingen natürlich. Hätte ich es ihm sagen und damit in den Lauf der Geschichte, bzw. seinen Gedankenprozess eingreifen sollen? Ich tat es nicht und wartete gespannt auf den Beginn der Partie gegen seinen (Vor-) Namenskollegen und Oeffinger-Open Stammgast Josef „Jose“ Gabriel (Vater von Großmeister Christian Gabriel):

https://youtu.be/CFmOvREmQNw

Kleiner Zeitsprung in die Gegenwart:

„Kommst du diesmal nicht zu unserm Open? Wir haben den Teilnehmerrekord von 2017 überboten, und unser neuer Schirmherr Sami Khedira hat gerade mit einer launigen Rede das Turnier eröffnet. Jetzt sitze ich im Turnierleiterkabuff und warte auf das Eintrudeln der ersten Ergebnisse.“

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