Mai 6, 2021

Gerald Hertneck: „Mein Durchbruch“

Gerald Hertneck (rechts) analysiert mit Zsusza Polgar. | Fotos via Schach-Welt

Dass er 1991 zum SKA-Mephisto-Turnier in seiner Heimatstadt München eingeladen wurde, empfand Gerald Hertneck als „unglaubliche Ehre“. Der 27-Jährige war in dem Weltklassefeld neben 13 Großmeistern der einzige Internationale Meister. „Meine Erwartung war, dass ich irgendwo hinten in der zweiten Tabellenhälfte lande“, sagt er dreißig Jahre später.

Das Gegenteil passierte, Hertneck setzte sich im Wettstreit mit der erweiterten Weltelite vom Start weg an die Spitze. Das zum Zeitpunkt seiner Ausrichtung stärkste in Deutschland gespielte Turnier des 20. Jahrhunderts beendete sensationell auf Platz drei. Und er hätte in stärksten Turnier seiner Schachlaufbahn sogar noch weiter vorne landen können, wie er im Interview berichtet.

1990 bis 1994 wurde in München jeweils ein hochklassig besetztes GM-Turnier ausgerichtet. Sponsoren und Namensgeber waren bis 1993 die Firma Hegener und Glaser mit ihren Mephisto-Schachcomputern und die Schweizerische Kreditanstalt (SKA) sowie 1994 nach dem Rückzug von Hegener und Glaser alleinig die Schweizerische Kreditanstalt. Das Turnier 1991 war aus deutscher Fansicht besonders interessant, es nahmen die ersten sechs der deutschen Rangliste teil. Turnierveranstalter war ein Organisationsteam mit dem damaligen Bayern-Mäzen Dr. Heinrich Jellissen an der Spitze, im Organisationsteam waren außerdem Turnierleiter Christian Krause und Dr. Ludwig Zagler.

Fünf der 14 Teilnehmer standen in den Top 20 der Weltrangliste.

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