Oktober 16, 2021

München und die Schach-WM 2023: „Ernsthaftes Interesse“

1908 gelingt es Münchens Bürgermeister Wilhelm von Borscht, Mittel aufzutreiben, die den WM-Kampf zwischen Emanuel Lasker und Siegbert Tarrasch möglich machen. 12 der 16 Partien dieses Matches (10,5:5.5 für Lasker) werden in München gespielt.

1934 spielen Alexander Aljechin und Efim Bogoljubow ein Match um den höchsten Titel im Schach. Ihre 26 Partien bis zum 15,5:10,5 für Aljechin verteilen sie über mehrere deutsche Städte, darunter München, wo der Titelverteidiger und der Herausforderer zwischen dem 6. und 12. Mai dreimal remis spielten.

2023 setzt sich die Reihe der WM-Kämpfe in München womöglich fort. Zwischen dem Deutschen Schachbund und der Stadt München laufen Gespräche, die in eine Bewerbung Münchens um ein WM-Match münden könnten. Die Stadt habe ernsthaftes Interesse, teilt der DSB mit.

WM-Match 1908 zwischen Emanuel Lasker (links) und Siegbert Tarrasch (rechts). Nach den vier Auftaktpartien in Düsseldorf zogen die Kontrahenten nach München um. | Foto via Wikipadia

Die Entwicklung, die zum Interesse der Stadt und den aktuellen Verhandlungen führt, beginnt vor mehr als drei Jahren mit einem Tweet von Ulrich van Suntum, DWZ 1453, Vereinsmeister der SG Schloss-König 07 Nordkirchen.

1988 war der respektierte VWL-Professor van Suntum Generalsekretär des Rats der Wirtschaftsweisen, der die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik begutachtet. Im Sommer 2020 kandidiert der emeritierte Professor van Suntum im Kreis Coesfeld für die AfD (ohne deren Mitglied zu sein).

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