Oktober 16, 2021

Vereinssterben? Autobiografische Gedanken aus dem Raum Lübeck

Ein Schulfreund von mir wohnte in einem Vorort von Lübeck direkt neben der Freiwilligen Feuerwehr. Als ich ihn einmal fragte, ob das mit Beeinträchtigungen verbunden sei, überlegte er kurz und antwortete dann süffisant mit einem kleinen Bonmot: „Nein. Außer ihrem Durst löschen die da gar nichts.“

Ich hatte schon lange nicht mehr an diesen Spruch gedacht, aber er fiel mir schlagartig wieder ein, als ich auf der Website der Deutschen Schachjugend auf diesen Artikel stieß: 

Ein wichtiger Artikel der Schachjugend mit sinnvollen Denkanstößen; auch wenn es mit der Grammatik in der Unterzeile ein wenig hapert. Inhaltlich ließe sich noch anmerken, dass dieser Satz nicht nur auf der ersten Seite, sondern ganz oben auf dieser Seite stehen sollte.

Ein kleiner Exkurs in meine Vergangenheit: Als ich Anfang der 1990er-Jahre in den Lübecker Schachverein eintrat, um von dort aus die Schachwelt zu erobern, kam ich durch einen baldigen Vereinswechsel schnell zum SV Bad Schwartau. Neben den Einsätzen in den Jugendmannschaften sammelte ich dort erste Wettkampferfahrung auch bei den Herren in der Bezirksliga. Die Spieltage am Freitagabend führten mich dann regelmäßig in die Vereinsheime der Klubs rund um Lübeck. 

Hinterzimmer, Bahnhofsgaststätte, Hotelpension

Dort beschlichen mich – mindestens zehn Jahre, bevor ich das Wort „Vereinssterben“ zum ersten mal hörte – schnell beunruhigende Gedanken zur Zukunft dieser Vereine. Gespielt wurde oft an Orten, die selbst damals schon wie aus der Zeit gefallen zu sein schienen. Hinterzimmer in Dorfkneipen, Bahnhofsgaststätten, Hotelpensionen.

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