Januar 21, 2021

Als Wolfram Bialas Boris Spasski vom Tennisspielen abhielt

Wolfram Bialas und seine Sindelfinger Mitspieler staunten nicht schlecht, als sie während der Saison 1987/88 den Spielsaal in Solingen betraten. Ihnen begegnete ein gut gelaunter Boris Spasski, der kein Geheimnis aus seiner Absicht machte, an diesem Tag möglichst wenig Zeit am Schachbrett zu verbringen. Der Ex-Champion in Diensten der SG Solingen trug bereits seine Tennisklamotten.

Am gestrigen Samstag hat sich der Todestag von Wolfram Bialas (22. August 1935 – 2. Januar 1998) zum 23. Mal gejährt. Bialas war zwar „nur“ Fide-Meister, spielte zu seiner besten Zeit allerdings regelmäßig in der deutschen Nationalmannschaft. Außerdem wurde er 1958 und 1962 Berliner Meister. In der Reihe der Titelträger steht sein Name neben solch klangvollen wie Rudolf Teschner, Klaus Darga, Heinz Lehmann und Hans-Joachim Hecht. Wie seinem bisher kurioserweise nur auf der englischsprachigen Wikipedia-Seite erschienenen Eintrag zu entnehmen ist, wurde er dreimal Bundesliga-Mannschaftsmeister: 1957 und 1961 mit der Berliner Schachgesellschaft Eckbauer, 1978 mit Königsspringer Frankfurt.

In der Saison 1987/1988 kam Bialas für den VfL Sindelfingen vierzehnmal zum Einsatz. Für das Duell gegen den amtierenden Meister SG Solingen war er jedoch ursprünglich nicht aufgestellt. Erst am Vorabend rief ihn Teamchef Jürgen Degenhardt an, da ein anderer Spieler abgesagt hatte

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