Januar 21, 2021

Newsletter Frauen – Oktober 2020

Liebe Schachfreundinnen und Schachfreunde,

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es freut mich sehr Euch den 2. Frauen Newsletter vorstellen zu können. Vorab mein Dank an alle, die sich aktiv beteiligt haben. Die Sommerzeit ließ uns ein kleines Fenster offen, dass wir intensiv für das Frauenschach in der Corona-Zeit genutzt haben.

Beim Meisterschaftsgipfel hat sich das Hygienekonzept bewährt. Alle Frauen, mit denen ich sprach, die an den Frauenturnieren Blitz, Masters, Einzelmeisterschaften teilgenommen haben, zogen als wichtigstes Fazit: Endlich können wir unserem Hobby nachgehen- Schach spielen – endlich wieder Schachfreundinnen und Schachfreunde mit Abstand zu begegnen. In allen drei Frauenturnieren des Meisterschaftsgipfels 2020 in Magdeburg setzten sich nicht die Favoriten durch! Beim Blitz gewann Marta Michna einen weiteren Blitztitel. Ungeschlagen kam sie durch das
Turnier. Wie die Vizemeisterin Josefine Heinemann besiegte sie die Favoritin Elisabeth Pähtz. Elisabeth wurde am Ende Dritte. Danach bei der Schnellschachmeisterschaft im September 2020 in Plochingen konnte sie sich wieder beweisen und die Goldmedaille holen.

Auch im Master startete die Nummer 1 der Frauen als Favoritin. Leider kam sie aber mit 0,5 aus 2 schwer in Schwung. Das nutzte Fiona Sieber, die Spielerin mit der niedrigsten ELOZahl, mit einem Sturmlauf von 5 Siegen in den Runden 2-6. In der Schlussrunde verlor sie gegen Elisabeth, aber Fiona hatte davor 1,5 Punkte Vorsprung und war die Erste.

In der Deutschen Meisterschaft war die mehrfache Jugendvizeweltmeisterin Filiz Osmanodja Favorit. Sie war aber arg gehandicapt, weil sie vormittags Deutschland bei der Online Olympiade vertrat und nachmittags die Deutsche spielte. So ging der Titel an die andere Großmeisterin Carmen Voicu-Jagodzinsky. Die erfahrene Spielerin spielte früher viele Olympiaden für ihr Geburtsland Rumänien. Mittlerweile lebt sie seit vielen Jahren im Sauerland und ist für Deutsche Meisterschaften spielberechtigt.

Zweite wurde Brigitte Burchardt. Von 1976 – 1989 führte sie die ELO-Liste der DDRFrauen an, bekam den Ehrentitel Meisterin des Sports. Systembedingt konnte sie als DDRBürgerin in ihrer besten Zeit nicht an Welt- oder Europameisterschaften teilnehmen. Das holt sie heute nach und wurde 2018 Senioren Europameisterin und Seniorenweltmeisterin mit der Mannschaft 50+ und 65+. Nun zeigte sie ihr Können als ungeschlagene Vizemeisterin bei der Deutschen Meisterschaft 2020. Dritte wurde überraschend Dr. Anita Just. Sie gehört zu den aktivsten Spielerinnen im deutschen Frauenschach und kommt aus einer Schachfamilie. Am bekanntesten ist ihre Mutter Dr. Gabriele Just, sie gewann 1966 mit der DDR Bronze bei der Schacholympiade in Oberhausen.
Im September gelang es dann die IODFEM wieder zu beleben! Mit 27 Teilnehmerinnen wurde das Teilnehmerfeld der Vorjahre weit übertroffen und ein weiteres Mal bewiesen, dass mit dem richtigen Hygienekonzept Schach in Corona Zeiten möglich ist. Den Titel holte mit 1,5 Punkten Vorsprung nach 7 Runden Anne Lukas vom SK Gernsheim. Ich wünsche allen Schachspielerinnen, dass der Virus einen Umweg um sie macht.

Dan – Peter Poetke

DSB Frauenreferent

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