Januar 24, 2022

Matthias Blübaum, die neue Nummer eins: „Erstmal das Studium. Dass ich Schachprofi werde, ist für mich nicht klar.“

Nach seinem Sieg beim Masters in Magdeburg hatte Matthias Blübaum Alexander Donchenko den Spitzenplatz der deutschen Eloliste entrissen. Donchenko konterte sogleich, gewann ein GM-Turnier in der Slowakei und war wieder vorne – nicht für lange. In den Tagen danach glänzte Matthias Blübaum mit 5,5/8 am zweiten Brett in der polnischen Ekstraliga und holte sich mit einer hauchdünnen Führung den Nummer-eins-Spot zurück. So sieht der aus deutscher Sicht zentrale Abschnitt der Live-Weltrangliste jetzt aus:

Blübaum hauchdünn vor Donchenko. Liviu Dieter Nisipeanu liegt mit 2657 Elo auf Platz 88 der Live-Weltrangliste in Sichtweite der beiden Youngster.

Die Schachwoche rund um das Masters war für Matthias Blübaum eine überaus erfolgreiche. Erst siegte er bei der Deutschen Blitzmeisterschaft, dann gewann er das Turnier der besten deutschen Schachmeister und erklomm zum ersten Mal in seiner Karriere Platz eins in der nationalen Eloliste. Für uns ein Anlass, mit dem 23-jährigen Mathematikstudenten über die Corona-Zeit, seine jüngsten Erfolge, seine Ziele und Pläne zu sprechen.

Matthias Blübaum beim Masters in Magedeburg. | Foto: Arne Jachmann/Deutscher Schachbund

Heute Teil eins des großen Blübaum-Interviews:

Matthias, wie ist es dir in den Corona-Monaten ergangen?

Schachlich war nicht viel los. Im März habe ich noch Pokal gespielt, danach nur online. Meine zusätzliche freie Zeit habe ich in mein Mathematikstudium gesteckt. Auch das war ein wenig surreal. Trotz Studium habe ich die Universität lange nicht von innen gesehen

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