Januar 19, 2021

Andreas Albers zur Frauenbundesliga: „Identifikation der Spielerin mit dem Verein hängt nicht von ihrem Pass ab“

Temchef Andreas Albers (rechts) und seine Frauschaft. | Foto: Carsten Straub/Hamburger SK

Als Teamchef der Frauenbundesliga-Mannschaft des Hamburger SK kennt Andreas Albers die Liga und die Begleitumstände aus nächster Nähe. Das jüngste Rundschreiben des Schachbeobachters Henning Geibel kann und will Albers so nicht stehen lassen.

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Hier ist Albers‘ Antwort:

„Halten uns Optionen offen“

Unsere Turnierleitung hätte es sich einfach machen können: Ein Jahr lang Wettkampfschach ausfallen lassen, fertig. Stattdessen versucht sie fortwährend und im Austausch mit allen Beteiligten, sich Optionen offen zu halten. Ich schätze diesen Ansatz in dieser von Ungewissheit geprägten Zeit. Eine perfekte Lösung gibt es nicht. Alle Verantwortlichen bemühen sich, zumindest die bestmögliche Variante zu finden.

Diskussionen darum, wie es weitergeht, gab es durchaus, sehr konstruktive sogar – intern. Die Gespräche begannen, als klar war, dass die zentrale Endrunde 2020 in Berlin nicht stattfinden wird. Dass die Debatte nicht öffentlich, sondern zwischen Turnierleitung und betroffenen Vereinen ablief, war sinnvoll. Anfangs war diese Debatte von der Hoffnung getragen, dass wir im September spielen können. Nun hoffen wir, dass wir im November spielen können. Wenn das nicht geht, wird voraussichtlich die Frauenbundesliga ähnlich wie die Schachbundesliga die Saison verlängern müssen. Im Gegensatz zur Schachbundesliga haben wir allerdings nur noch drei Runden zu spielen. Daraus ergibt sich eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Frauen ihre Saison beenden und 2021 eine neue beginnen können.

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