Susanna (Sonja) Graf (1906 – 1965) wurde als Tochter russischer Einwanderer in München geboren. Ihre Jugend war von Armut geprägt. Bereits im Alter von 5 Jahren lernte Sie Schach von ihren Eltern. Ihre ersten Erfahrungen sammelte Sie bei Mannschaftskämpfen in München. Ihre Förderer waren Eduard

Sonja Graf (1941)

Dyckhoff und Dr. Siegbert Tarrasch.

Um den Gesellschaftlichen Normen der damaligen Zeit zu entfliehen, widmete Sie ihre Zeit gänzlich dem Schach. Sie reiste durch Europa, um internationale Erfahrungen zu sammeln und siegte 1932 beim Turnier in Wien und 1936 auf dem Semmering.

Auf Vermittlung von Max Euwe spielte Sie 1934 einen Schaukampf gegen die damalige Schachweltmeisterin Vera Menchik, den Sie mit drei Niederlagen und einem Sieg verlor. 1937 verlor Sie den Weltmeisterschaftskampf auf dem Semmering (Österreich) gegen Vera Menchik deutlich mit (+2 =5 -9). Bei der Weltmeisterschaft im Jahre 1939, die nach Schweizer System ausgetragen wurde, wurde Sie zweite hinter Vera Menchik.

Gelegentlich wurde Sie auch zu Männerturnieren eingeladen, bei denen Sonja Graf gegen die Herren der Schöpfung meist nichts auszurichten vermochte. Dennoch war Sie in der Lage hin und wieder für eine Überraschung zu sorgen. So auch im Jahre 1937 als Sie beim Turnier in Prag, in der letzten Runde, auf den estnischen Hoffnungsträger Paul Keres traf. Keres der das Turnier mit 10 von 11 möglichen Punkten gewann, gab nur zwei Remisen ab.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie.

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