Bekanntermaßen hatte Lasker erst in der Finalrunde des Turnieres zu Sankt Petersburg, im Jahre 1914, zu seiner bestechenden Form gefunden, so dass es ihm noch gelang an den bis dahin führenden Kubaner Jose Capablanca vorbeiziehen, der nach der Vorrunde bereits 1,5 Punkte Vorsprung auf Lasker aufwies.

Dr. Siegbert Tarrasch, Laskers größter Kritiker zur damaligen Zeit, war über die erste Partie der beiden Dauerrivalen in der Finalrunde voll des Lobes, diese Partie zeige ich heute. Nach seiner Auffassung spielte Lasker eine sehr feine und wunderbare Partie.

Auch wenn seine Gegner objektiv gut spielen und stets gute Positionen erreichen, so Tarrasch, verliere Lasker seltsamerweise nie. Aus diesem Grunde sprach er jedem das Recht ab, Lasker für seinen Stil zu kritisieren, denn letztendlich werde man von Lasker immer wieder überrascht.

Dass Lasker ein zusätzliches Startgeld in Höhe von 4.000 Rubeln für die Teilnahme am Turnier bekam, war in seinen Augen mehr als gerechtfertigt, denn wer außer Lasker verfüge sonst noch über solche Fähigkeiten und wenn er so weiterspiele, so führte Tarrasch aus, dann werde er zukünftig mit Sicherheit noch viel mehr Honorar verlangen können.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie.

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