Juli 3, 2022

Blübaums Bergfest beim Gipfel

Mehr als die Hälfte des Turniers ist gespielt, und wir haben einen neuen Spitzenreiter. Mit einem Sieg über Liviu Dieter Nisipeanu hat Matthias Blübaum nach seiner Kür zum Deutschen Blitzschach-Meister nun die Führung beim Masters in Magdeburg übernommen. Weil parallel Alexander Donchenko Niclas Huschenbeth unterlag, steht Blübaum drei Runden vor Schluss mit drei Punkten aus vier Partien alleine ganz vorne, verfolgt von Donchenko mit 2,5 Punkten.

So sah es nach etwa dreieinhalb Stunden auf den Brettern aus. Huschenbeth hat Te3! gefunden. Jetzt droht Tg3, und statt am Königsflügel Spiel aufzuziehen, stellt Schwarz fest, dass er keinen guten Zug hat. Meier wird gegen den fehlgestarteten Fridman nicht mehr als einen halben Punkt holen. Nisipeanu scheint sich gegen Blübaum verrechnet zu haben. Er würde ja gerne e5 einsammeln und den d6-Feibauern zum Schwächling degradieren, aber dazu kommt er nicht mehr. Und Kollars? Klar, der steht platt gegen Heimann. „Plus sechs“ sagt die Maschine, da müssen wir gar nicht mehr genau higucken.

Huschenbeth ist im Feld der acht Top-Großmeister der Garant für attraktive Partien und unternehmungslustiges Schach, aber dass er den nach einer wackeligen Auftaktrunde so souveränen Donchenko stürzen würde, war nicht zu erwarten, speziell nicht angesichts des beiderseits hochklassigen Schwarzremis, das Donchenko am Tag zuvor Nisipeanu abgenommen hatte. Doch gegen Huschenbeth kam die deutsche Nummer eins in einem komplizierten Mittelspiel vom rechten Wege ab:

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