Im Rahmen der Zentralen Runden findet erstmals die d-fine Offene Berliner Hochschul-Schnellschachmeisterschaft statt. Aus diesem Anlass sprach Dr. Lars Hein mit einem der Gründer des Sponsors, Markus von Rothkirch.

Sehr geehrter Herr von Rothkirch, als Partner des europaweit tätigen Beratungsunternehmens d-fine unterstützen Sie schon länger den Schachsport. Wie kam es dazu?

Markus von Rothkirch

d-fine fußt auf der Expertise seiner Mitarbeiter. Die in unserer Tätigkeit benötigten analytischen, technologischen und quantitativen Fähigkeiten bauen auf einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Prägung unserer Mitarbeiter auf. Diese Ausrichtung führt zu der Wertschätzung geistiger Höchstleistung, auch über das Geschäftsleben hinaus. Im Schachsport spiegelt sich dies wider.

Als Schachspieler kennen Sie das „Ticken“ der Uhr am Schachbrett und sich ankündigende Zeitnot. Hilft Ihnen Ihre Schacherfahrung im Beruf bei der Bewältigung unternehmerischer Entscheidungen unter Zeitdruck und arbeiten Sie in der Unternehmensberatung auch mit „Kandidatenzügen“ und „Variantenbäumen“?

Im Projektalltag steht man ständig vor einer Vielzahl praktischer Probleme, die man (aus Zeitgründen) unmöglich alle ausanalysieren kann. Daher muss man sich auf die aussichtsreichsten Lösungsansätze konzentrieren. Diese müssen dann aber soweit analysiert werden, dass man sich sicher ist, das gewünschte Ziel zu erreichen.

Sie sind beruflich sicherlich viel unterwegs. Spielt Schach während geschäftlicher Reisen eine Rolle, etwa im Sinne einer Feierabendpartie gegen den Computer oder über eine Plattform oder durch Lektüre aktueller Schachzeitschriften?

Partien gegen den Computer haben für mich schon lange den Reiz verloren, seit das Ergebnis der Partie quasi vorab fest steht. Was im Berateralltag mit vielen Reisen und Hotelübernachtungen in der Fremde dagegen fantastisch ist, ist die Möglichkeit über App oder Browser mal schnell ein paar Blitzpartien am Abend gegen echte Menschen aus der ganzen Welt spielen zu können.

d-fine engagiert sich seit einigen Jahren im Bereich des Hochschulschachs und tritt daher auch im Rahmen der zentralen Bundesligarunde als Sponsor der Offenen Berliner Hochschulmeisterschaft auf. Neben Juristen, Mathematikern Elektroingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern werden auch Kunsthistoriker und Musikstudenten am Schachbrett sitzen. Welche Fakultät wird nach Ihrer Prognose den Sieg davontragen: Siegt – mit einem Augenzwinkern versehen – Rechenkraft, Kreativität oder Logik?

Neben der reinen mathematisch-logischen Begabung haben sich viele Top-Spieler durch eine zusätzliche musikalische oder kreative Begabung ausgezeichnet. Da man diese Kombination aber nicht in einem Studienfach abgebildet bekommt, hoffe ich auf einen Sieg aus dem mathematischen oder naturwissenschaftlichen Bereich. Warum? Weil d-fine jedes Jahr über 100 Hochschulabsolventen als Berufsanfänger aus eben diesen Bereichen einstellt.

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