Dezember 3, 2021

Krause-Interview vor einem brisanten DSB-Kongress: „Wir brauchen Reformen.“

Präsident des DSB: Ulllrich Krause

Der außerordentliche DSB-Kongress in Magdeburg verspricht eine aufregende Angelegenheit zu werden. Dem Vernehmen nach liegt eine Reihe brisanter Anträge schon auf dem Tisch oder ist in Arbeit. Zum Beispiel soll nach dem Willen einiger Länder Vizepräsident Boris Bruhn abgewählt und ersetzt werden. Gleiches gilt für den Vorsitzenden des Arbeitskreises der Landesverbände Carsten Schmidt und dessen Stellvertreter Hilmar Krüger, die nach Auffassung einiger Länder den Stillstand in diesem Gremium verantworten.

Natürlich wird der Themenkomplex DSJ/Schulz auf der Tagesordnung stehen – und das gleich mehrfach. Die Schachjugend will sich in einem eingetragenen Verein verwandeln, dafür braucht sie eine Zweidrittelmehrheit. Für den Fall des Scheiterns wolle der DSB dem Kongress ein eigenes Modell vorlegen, nach dem er sich die DSJ einverleibt, heißt es. Und für den Fall, dass die Ära Jörg Schulz in Magdeburg tatsächlich endet, liegt ein weiterer Antrag eines Landesverbands vor, der zumindest sicherstellen soll, dass nicht das letzte Kreativ- und Gestaltungszentrum des organisierten Schachs auf Bundesebene endgültig aus- bzw. gleichgeschaltet wird: Nicht die DSB-Spitze, sondern ein vielfältiges Gremium solle künftig entscheiden, wer DSJ-Geschäftsführer wird. Ansonsten sei zu befürchten, Schulz werde durch einen willfährigen Untertan ersetzt.

77 Plätze für bis zu 220 Teilnehmer

So weit der Schach-Buschfunk in Sachen Kongress. Weil so viel auf dem Spiel steht, weil es brisant werden könnte, ist nicht unwahrscheinlich, dass eine Menge Leute anreisen, dass zum Beispiel Landesverbände mehr Jugendliche mitbringen als gewohnt, dass auch Gäste das Geschehen verfolgen wollen. Der Kongress wird bei der Abstimmung über oben genannte Anträge 220 Stimmen haben, bis zu 220 Delegierte plus Gäste könnten anreisen.

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