Breakdance wird wahrscheinlich Teil der olympischen Sommerspiele 2024 in Paris ebenso wie Surfen, Klettern und Skateboarden. Schach ist raus, Squash auch, Billard auch. Das wurde jetzt klar, als das Pariser Organisationskomitee bekannt machte, welche Sportarten es dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zur Aufnahme für die Spiele vorschlagen wird. Die FIDE-Kampagne in Sachen „Olympia 2024“ wird damit zum Rohrkrepierer, wenige Tage nachdem sie begonnen hat.

FIDE-Chef Arkadi Dworkowitsch (Mitte, mit FIDE-Vize Bachar Kouatly, rechts) trifft sich fast im Wochentakt mit FIFA-Chef Gianni Infantino zum Kaffee. Die FIDE hält das jedes Mal für eine Nachricht und ihre Follower auf dem Laufenden, wann sich die beiden begegnet sind. Das galt auch gestern nach dem Olympia-Aus, als eigentlich Wichtigeres zu verkünden gewesen wäre. (Foto: ruchess.ru)

Eigentlich hatte es so gut ausgesehen. Zwei Jahre lang pfiffen die Spatzen nicht nur an der Champs-Élysées von den Dächern, dass eSport dank seiner Marktmacht und Popularität nach den Asienspielen nun Olympia erobern würde, das vermeintlich perfekte Vehikel für Schach. Dazu der neue Mann an der Spitze des Weltschachs, international vernetzt und mit einem scheinbar goldenen Händchen ausgestattet. Es sah wirklich nicht nach der Ohrfeige aus, die sich die FIDE jetzt abgeholt hat.

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