Schach soll olympisch werden

DSB unterstützt FIDE-Kampagne für Olympia 2024 in Paris

Logo der Kampagne für Olympia 2024 (Fédération Française des Échecs)

Der Weltschachbund FIDE hat anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris eine Kampagne gestartet, um die Aufnahme des Schachsports in die Reihe der olympischen Sportarten voranzutreiben. Nach dem Wunsch der FIDE soll es schon in Paris Wettbewerbe im Schnell- und Blitzschach geben. Schach war Demonstrationssportart bei den Spielen im Jahre 2000 in Sydney, gehörte aber nie zu den regulären Disziplinen.

Der Sportdirektor für Paris 2024 Jean-Philippe Gatien erklärte in einer Mitteilung an die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannten Weltsportverbände die Voraussetzungen für eine Aufnahme: Einerseits müsse die Sportart eine Tradition in Frankreich haben und anderseits die Jugend ansprechen.

Der Deutsche Schachbund (DSB) unterstützt die Kampagne ausdrücklich: „Schach besitzt das Potential, die Menschen auf der ganzen Welt bei den Olympischen Spielen zu begeistern“, so DSB-Präsident Ullrich Krause. Auch sehe er mit den rund 60.000 Kindern, die in Deutschland Schulschach betreiben, und den vielen Neumitgliedern unter 10 Jahren eine der Aufnahmevoraussetzungen ganz klar erfüllt. In puncto Tradition steht 2024 auch der 100. Geburtstag der FIDE an: 1924 wurde der Verband im Rahmen des „Internationalen Amateurturniers anlässlich der 8. Olympischen Spiele“ gegründet. Ort auch damals – Paris.

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1 Antwort

  1. Ralf Mulde sagt:

    Genau. Gerade die olympischen Sportarten Ringen, Schiwßen und Reiten erfreuen sich gewiss eines Millionen-Ansturms der Deutschen, warum sollte beim Schach”sport” anders sein? Schon jetzt führte die bloße DOSB-Mitgliedschaft mit deren völlig schachfremden Einschränkungen und Kontrellen nebst zu hohen Kosten – ohne basisspürbare Gegenleistung – zu einer Lage, aus der sich das Schach befreien sollte.
    Für einen Zustrom neuer Mitglieder wäre zudem eine Funken sprühende, allumfassende Öffentlichkeits-Arbeit nötig. Den Namen des (auch) dafür zuständigen und seit knapp einem halben Jahr amtierenden, wenn auch nicht aktiven DSB-Referenten (arbeitet sich seit jener Zeit noch ein), haben einige gewiefte Spürnasen ja mittlerweile ermittelt.

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